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Mönchengladbach
BV West: Linie 026 soll nicht ausgedünnt werden

Mönchengladbach. Weniger Verkehr auf der Linie im Westen würde sich kaum lohnen, wenn es dafür mehr Schulbusse braucht. Von Angela Rietdorf

Im nächsten Jahr muss der neue Nahverkehrsplan für Mönchengladbach verabschiedet sein. Nur dann ist zu gewährleisten, dass die Stadt den Busverkehr direkt an die NEW vergeben kann und kein Ausschreibungsverfahren nötig ist. Voraussetzung ist ein Linienkonzept für den öffentlichen Nahverkehr. Drei Szenarien stehen im Raum: eine Reduzierung der Linien, um Geld zu sparen, ein moderater Ausbau, um den Wünschen der Nutzer entgegenzukommen und ein größerer Ausbau, der den Bedürfnissen einer wachsenden Stadt Rechnung trägt.

Realistisch ist derzeit ein moderater Ausbau. So sieht es auch der Beschlussentwurf vor, der gerade in den Bezirksvertretungen und Ausschüssen diskutiert wird. In der Bezirksvertretung West konnten die Vertreter der Parteien zwar gut mit dem moderaten Ausbau leben - auch wenn eine stärkere Ausweitung des Busverkehrs durchaus viele Anhänger hätte. Mit einem Punkt aber wollten sich die Bezirksvertreter im Westen nicht anfreunden: der Ausdünnung der Linie 026. Kein Wunder, denn die 026 ist die wichtigste Linie im Westen der Stadt - sie führt von Hardt über Rheindahlen und Wickrath nach Odenkirchen. Nach den neuen Plänen soll sie nicht mehr alle 40 Minuten, sondern nur noch alle 60 Minuten fahren. Der Schülerverkehr - es liegen sechs Schulen an der Strecke - soll durch Verstärkungsfahrten übernommen werden.

Den Bezirksvertretern gefiel das nicht. Sie empfehlen dem Bau- und Planungsausschuss, das Einsparpotenzial zu prüfen. Was bringt der neue Takt überhaupt, wenn man die zusätzlichen Schülerfahrten dagegen rechnet? Generell möchten sie auf die Ausdünnung der Linie verzichten.

Auch im Fall des Lärmaktionsplans gaben sie den nachfolgenden Gremien eine Empfehlung mit auf den Weg: Sie sollen prüfen, ob Lärmschutz für die Ortsteile Wanlo, Beckrath und Wickrathberg nicht durch eine Temporeduzierung auf der A46 und A61 erreicht werden könnte.

Quelle: RP
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