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Mönchengladbach
Caritasverband zieht positive Bilanz

Mönchengladbach: Caritasverband zieht positive Bilanz
Frank Polixa FOTO: Raupold
Mönchengladbach. 2016 war ein bewegtes, aber auch erfolgreiches Jahr für den Caritasverband Region Mönchengladbach. Viele Herausforderungen mussten gemeistert werden. Doch gemäß dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" stellte sich der Verband den Herausforderungen und ist gewachsen. Ende 2016 beschäftigte der Verband 720 hauptamtliche Mitarbeiter. In den letzten fünf Jahren gab es eine Steigerung um fast 13 Prozent. Von Eva Baches

Besonders das Ehrenamt kann hierbei für Geschäftsführer Frank Polixa nicht hoch genug bewertet werden: "Das Ehrenamt ist neben dem Hauptamt eine der tragenden Säulen unserer Arbeit", betont er. Zuwachs kann der Caritasverband auch im Bereich der Betreuung dementiell veränderter Menschen verzeichnen. Sie erhalten jetzt Pflegegrade und können Leistungen abrufen. "Im Pflegestärkungsgesetz werden nun auch kognitive und psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt. Das erfordert eine neue Art der Dokumentation", erklärt Frank Polixa.

Es wird nun stärker darauf geschaut, was der Patient noch eigenständig kann und nicht, welche Defizite er hat. Immer mehr ältere Menschen brauchen Unterstützung. Dazu richtet der Verband in Korschenbroich eine neue Tagespflege und 17 seniorengerechte Wohnungen mit Betreuung ein. In Holt wird das Caritaszentrum erweitert. Hier entstehen eine Tagespflege und 19 Mietwohnungen im Rahmen des Betreuten Wohnens. "Die Bewohner können sich, je nach Bedarf, ambulante Betreuungsleistungen dazu buchen", erklärt Polixa. Gemeinsamkeit spiegelt auch das 2016 gegründete Netzwerk "Katharina" wider. Fünf katholische Träger von Altenhilfeeinrichtungen in der Region sowie die Katholische Liga haben sich dem Netzwerk angeschlossen und betreuen täglich 1500 Menschen. Der Sommer 2016 stand ganz im Zeichen der Flüchtlingskrise. Auch nach Mönchengladbach kamen viele Menschen, die Hilfe suchten und fanden. Jetzt geht es um ihre Integration. Dazu wurde das Familiencafé in Lürrip mit Unterstützung der Franziskanerinnen Lüdinghausen, Spenden der PAX-Bruderhilfe und der Aktion Lichtblicke in Lürrip eröffnet. Hier sollen Anwohner und Flüchtlinge, die jetzt aus der Unterkunft in eine eigene Wohnung gezogen sind, zusammenkommen. Sozialarbeiterinnen und Ehrenamtler kümmern sich in Mönchengladbach und Jüchen zum Beispiel mit einem Integrationsmentorenprojekt oder beraten im Rahmen der aufsuchenden Sozialarbeit Flüchtlinge in vielen Belangen des Alltags. 2016 war auch ein Jubiläumsjahr: Der Verband besteht nun seit 100 Jahren.

Quelle: RP
 
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