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Mönchengladbach
CDU zieht Bilanz nach 26 Jahren Einheit

Mönchengladbach. Am Tag der Deutschen Einheit wird nicht nur an das historische Ereignis erinnert, es ist auch ein Tag, an dem Bilanz gezogen wird. So war es auch bei der Feier vom Kreisverband der CDU und der Jungen Union sowie der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung in der Kaiser-Friedrich-Halle. Dort wurde in diesem Jahr auch über die Grenzen des Landes hinweg nach Europa geschaut. Denn aufgrund der aktuellen Situation, zum Beispiel in Bezug auf die Flüchtlingskrise, den Brexit oder das Erstarken nationalistischer Parteien, scheinen ein Zusammenwachsen, Kommunikation und das voneinander Lernen wichtiger denn je. Von Eva Baches

Daher war mit Minister Ger Koopmans erstmals ein niederländischer Gastredner eingeladen. Er machte in seiner Rede deutlich, dass ein starkes und geeintes Europa für das politische Handeln eine große Rolle spielt. Ein weiterer zentraler Punkt war für den Politiker der Austausch und das Verständnis untereinander. "Es ist wichtig, dass wir uns treffen, miteinander sprechen. Es ist wichtig, zu verstehen, wie die anderen denken. Ich glaube daran, dass wir als regionale Politiker noch lange zusammenarbeiten", sagte der Minister. "Denn nur wenn die Politik auf regionaler und kommunaler Ebene zusammenarbeitet und einander kennt, kann sie dazu beitragen, dass die großen Politiker nicht so schnell die falschen Entscheidungen treffen", fügte er hinzu. Zum Ende seines Vortrags betonte er auch noch einmal die zentrale Rolle eines starken Deutschlands für ein starkes Europa.

Auch Rainer Schwandt, Mitglied der Ost-und Mitteldeutschen Vereinigung und Initiator der Veranstaltung, hob die Notwendigkeit hervor, an diesen Tag zu erinnern: "Damals haben rund 25.000 Menschen am Alten Markt die Einheit gefeiert. Es war gut, dass der Blick auf Europa gelenkt wurde. Es gibt die gleichen Schwierigkeiten", sagt er. Rückblickend auf ein Viertel Jahrhundert Deutsche Einheit zog er ein gemischtes Fazit: "Es ist ein Erfolg mit Schrammen. Gleichheit ist noch immer nicht hergestellt. Es gibt immer noch Unterschiede zwischen den Löhnen. Ich finde es erstaunlich, wie viele Menschen aus den neuen Bundesländern die alten Bundesländer besuchen. Die Menschen in den alten Bundesländern zieht es meist nur zu den touristischen Highlights. Man sollte viel mehr untereinander sprechen, Interesse zeigen", sagt er.

Quelle: RP
 
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