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Mönchengladbach
Chor führt Bachs h-Moll-Messe auf

Mönchengladbach. Es ist eine äußerst anspruchsvolle Komposition, die Stephanie Borkenfeld-Müllers mit ihrem Projektchor probt. Am 8. Oktober ist die Aufführung - mit 100 Sängern, vier Solisten und Orchester. Von Inge Schnettler

Wenn Stephanie Borkenfeld-Müllers von diesem Werk spricht, kann sie ihre Begeisterung nicht verhehlen. Die Chordirektorin mag es mit Carl Friedrich Zelter halten, der von der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach sagte: "Das ist das größte Kunstwerk, das die Welt je gesehen hat." Auch Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven zählten zu den Bewunderern. Seit Ende Januar probt Stephanie Borkenfeld-Müllers regelmäßig mit rund 100 ambitionierten Sängerinnen und Sängern. Am 8. Oktober wird die Messe ab 15.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius Odenkirchen aufgeführt.

"Bisher haben wir uns einmal im Monat für etwa vier Stunden getroffen, um das Werk einzustudieren", sagt die Chordirektorin. Ab sofort wird es intensiver, jetzt wird jeden Samstag sieben Stunden gesungen. Und erst einen Tag vor der Aufführung kommen in der Generalprobe alle zusammen - der Chor, Orchestermusiker der Niederrheinischen Sinfoniker und die Solisten Christine Léa Meier (Sopran), Eva Nesselrath (Alt), Philipp Hoferichter (Tenor) und Thomas Peter (Bass). "Das wird klappen - wir kennen und mögen uns, da kommen tolle Leute zusammen."

Stephanie Borkenfeld-Müllers hat das Chorprojekt Mönchengladbach 2005 gegründet. Seitdem führt sie mit den Sängern alljährlich große Oratorien und berühmte Chorkompositionen auf. "Seit ein paar Jahren singt ein Ehepaar aus Hamm bei uns mit", berichtet Stephanie Borkenfeld-Müllers. Die beiden haben die Bach-Messe schon so oft gesungen. "Die müssen gar nicht mehr oft in die Noten schauen." Andere Mitglieder des Projekts singen Bachs h-Moll-Messe zum ersten Mal. "Sie sind ausgesprochen ambitioniert und üben auch privat." Anders wäre dieses umfangreiche und komplexe Werk wahrscheinlich auch gar nicht zu bewältigen.

Die Chordirektorin begeistert sich nicht nur für das Werk an sich, sie findet auch die Zahlensymbolik hoch spannend. Obwohl er angeblich kein besonders guter Schüler war, ist seine Vorliebe für Zahlenspielereien überliefert. So liebte er die Zahl 14. Denn nach der Summe der Buchstaben in seinem Namen: B+A+C+H = 14 war er auf diese Ziffer festgelegt. Denn B als zweiter Buchstabe des Alphabets, A als erster Buchstabe und so weiter ergibt als Summe genau die Zahl 14. "Im ersten Teil des Credo der h-Moll-Messe kommt 43 Mal das Wort Credo vor", sagt die Chordirektorin. "Gerechnet nach dem natürlichen Zahlenalphabet ergibt C+R+E+D+O exakt 43." Dabei hat Bach sich was gedacht - so viel ist sicher.

Im kommenden Jahr wird das Chorprojekt das Oratorium Elias op. 70 von Felix Mendelssohn Bartholdy aufführen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Kontakt: stephanie.borkenfeld-muellers@t-online.de und Telefon 02166 680626.

Quelle: RP
 
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