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Mönchengladbach
Chor-Jubiläum: Liebe zur Musik und Einsatz für das Gemeinwohl

Mönchengladbach. Der MGV Liederkranz Neuwerk, der sich seit einiger Zeit MGsingt.de nennt, feierte mit einer farbenfrohen Vokalpalette sein 150-jähriges Bestehen. Von Heide Oehmen

Die Kaiser-Friedrich-Halle war fast lückenlos gefüllt, und neben der riesigen Leinwand an der Rückseite der Bühne, auf der jeweils die Mitwirkenden und ihre Vortragsstücke angezeigt wurden, waren die beiden für den gastgebenden Chor wichtigen Jahreszahlen vermerkt. 1867 - geschmückt mit einer kleinen Kerze, den bescheidenen Beginn versinnbildlichend - und 2017 - umgeben von gleißendem Feuerwerk.

Bürgermeister Ulrich Elsen in Vertretung des Schirmherren, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, gratulierte mit launigen Worten und relativierte den zuvor von den Jubilaren unter der Leitung ihres Dirigenten Edi Riethmacher mit einem Augenzwinkern vorgetragenen Song "Wir sind die alten Säcke". Er hob den beständigen Einsatz der rund 50 Sänger für die Musik und auch für unzählige soziale Belange in Bettrath und Neuwerk hervor. Für ihre Vorträge "Mit Freunden feiern", "Champagner", "Singt ein Lied" und "Dieser Tag war schön" wurden die junggebliebenen Herren, die Chorleiter Edi Riethmacher bestens vorbereitet hatte, zu Recht gefeiert.

Bereits zum dritten Mal war Günter vom Dorp als Moderator dabei - er verstand es ausgezeichnet, einmal die Meriten der Jubilare zu würdigen, andererseits mit einfallsreichen Vergleichen und Bemerkungen auf die zu erwartenden Vorträge der Gastchöre neugierig zu machen.

"Chorossal", der von Thomas Corban geleitete Chor des mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums, war kurzfristig - neben den beiden Gastchören - zur Mitwirkung eingeladen worden. Er gefiel vor allem mit einem Wise-Guys-Medley, mit Liedern der Gruppe "Abba" und der "Bohemian Rhapsody" von Freddie Mercury. Von Chorleiterin Edith Platte brillant am Flügel begleitet, konnte der gemischte Chor "Cantica nova" mit "For the beauty" von John Rutter, einem Gershwin-Porträt und "Clap your hands" dank seiner engagierten Interpretationen sehr für sich einnehmen.

Das "Fleckenberger Sound Projekt" - ebenfalls ein gemischter Chor - hatten die Neuwerker Sänger bei ihrer letztjährigen, erfolgreichen Bewerbung um den Meisterchortitel kennengelernt.

Die Kunst des a-cappella-Gesangs beherrscht das von Dirk Steffen makellos gestaltende Vokalensemble meisterlich. Vor allem die "Spanischen Nächte", das "Halleluja" von Leonhard Cohen und eine Jazz-Version des "Halleluja" aus Händels "Messias" rissen die Besucher zu Beifallsstürmen hin. Mit "Schau in die Welt" - von allen Chören gesungen - ging ein bemerkenswertes Konzert zu Ende.

Quelle: RP
 
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