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Mönchengladbach
City-Management sieht einen Silberstreif am Horizont

Mönchengladbach. Für den verkaufsoffenen Sonntag am 8. Oktober muss noch ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Von Dieter Weber

Dieser Ein-Wort-Satz ist sehr eindeutig. "Halleluja!", ruft Stefan Wimmers, Vorsitzender des Gladbacher City-Managements. Wer jetzt meint, dass er damit die Entscheidung des Gladbacher Rates meint, der in einer Sondersitzung den verkaufsoffenen Sonntag am 8. Oktober genehmigte, muss Abstriche machen. Das freut den Chef der Gladbacher Händlervereinigung zwar auch sehr, aber sein Ausruf ist mehr auf die Gesetzesinitiative der schwarz-gelben Landesregierung gemünzt, die besagt, dass in einer Kommune wie Mönchengladbach bis zu 16 verkaufsoffene Sonntage (derzeit 11) möglich sein sollen.

Noch mehr begeistert ihn der Vorschlag von CDU und FDP, dass die Gesamtausrichtung künftig eine andere werden soll: Heißt es derzeit noch, dass der Anlass - zum Beispiel ein Fest - dominieren und in der erwarteten Besucherfrequenz höher sein muss als der Sonntagsverkauf, will Schwarz-Gelb mit dem Vorstoß einen anderen Akzent setzen. Ein verkaufsoffener Sonntag soll auch dann zulässig sein, wenn durch ihn die Innenstadt belebt wird, die ortsnahen Versorgungsstrukturen gesichert werden oder wenn er dazu dient, für die Kommune als Standort zu werben.

"Genau so brauchen wir die Definition", sagt Wimmers. Er sagt dies nicht ohne Grund. Die jetzige Konzeption macht es den Gladbachern schwer. Denn sie sind immer damit konfrontiert, dass das Minto Besucher- und Kundenzahlen von deutlich mehr als 25.000 nennt: So viele Menschen frequentieren das Einkaufscenter, entsprechend mehr muss dann die Veranstaltung binden, die das City-Management ausrichtet. "Wir müssen die Anlässe kreieren, wir müssen dafür das notwendige Geld aufbringen. Und am Ende müssen wir die Veranstaltung auch noch kompatibel machen mit dem Sonnenhausplatz, weil es für seine Nutzung Vorgaben gibt. Alles das zehrt an den Kräften. Das würden wir nicht mehr lange so durchhalten können", sagt Wimmers.

So positiv die Entscheidung des Rates für den 8. Oktober auch ist: Das City-Management kann sich längst noch nicht entspannt zurücklehnen. Denn es gibt noch eine Reihe von Auflagen, die Stadt und Händlervereinigung jetzt noch erledigen müssen - zum Beispiel ein dringend notwendiges und gefordertes Sicherheitskonzept. Wimmers: "Ich bin froh, wenn wir alles durch haben. So ein Jahr wie dieses mit den Unsicherheiten bei den verkaufsoffenen Sonntagen können wir uns nicht mehr leisten."

Quelle: RP
 
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