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Mönchengladbach
City Ost soll schon in drei bis vier Jahren gereift sein

Mönchengladbach. Der Baudezernent sieht den geplanten Gladsee als zentrales Element - und regt an, ihn fürs Schwimmen freizugeben. Von Angela Rietdorf

Der Gladsee, wenn er denn je Wirklichkeit werden sollte, ist mehr als nur eine Wasserfläche. "Der See ist das Bekenntnis, größer zu denken", sagte Baudezernent Dr. Gregor Bonin bei der Vorstellung der drei alternativen Entwürfe, die Planungsbüros für die City Ost entwickelt haben, im Haus des Handwerks. "Er ist etwas, mit dem wir uns von anderen Städten unterscheiden."

Zuvor hatte der Baudezernent vor den Mitgliedern der CDU Mönchengladbach-Ost in einer leidenschaftlichen Rede die Aufbruchstimmung in der Stadt beschworen und das Projekt City Ost in einen größeren Rahmen eingeordnet. Das übergeordnete Ziel der Aktivitäten sei die wachsende Stadt Mönchengladbach. "Der Düsseldorfer Immobilienmarkt ist überhitzt", stellte Bonin, bis vor kurzem Baudezernent in der Landeshauptstadt, fest. "Mönchengladbach sollte die Überschwapp-Effekte nutzen und Angebote bereithalten."

Er nannte vier Bereiche, die die Attraktivität der Stadt steigern können: das Gelände der Kliniken Maria Hilf in Stadtmitte, das 2018 frei wird und bebaut werden kann, den Abteiberg, der "unheimliche Chancen bietet" mit Juwelen wie dem Brunnenhof, der der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Außerdem steht das Reme-Gelände zur Bebauung an - und natürlich die City Ost, für die jetzt erste Planungen vorliegen. "Wir können hier ein Angebot schaffen, das uns unterscheidet, und damit Nachfrage generieren", betont Bonin.

Der Bereich der City Ost reicht von der Rückseite des Hauptbahnhofs bis zum Rohrplatz. Alle drei Entwürfe eint, dass sie Wohnen in Richtung Rohrplatz entwickeln wollen, parallel zur Bahn aber Bürohäuser, die als Riegel auch lärmmindernd wirken. Der ASTOC-Entwurf beinhaltet eine zentrale Grünfläche, die am Platz der Republik beginnt und sich jenseits der Breitenbachstraße weitet. Es gibt Promenaden, höher gelegene Cafés und Tiefgaragen unter den Büroblöcken. Auch ein kleinerer See wäre möglich.

Der Entwurf der Planer des Büros KCAP umfasst einen kleineren Grünzug und hat einen Radschnellweg entlang der Bahntrasse eingeplant. Der Entwurf der Machleidt-Planer schließlich setzt den großen See, schon Gladsee getauft, in den Mittelpunkt. Das ist der Entwurf, der bereits für viel Aufsehen gesorgt hat. Der Baudezernent kann sich sogar eine Verbindung zwischen dem Vitusbad und dem See vorstellen. "Warum sollte man ihn im Sommer nicht zum Schwimmen nutzen können?", fragt er. Die Entwürfe werden jetzt im Bauausschuss vorgestellt. Dabei ist es auch möglich, dass die besten Elemente aus den drei Vorschlägen zusammengeführt werden. Für das Gesamtprojekt drängt der Baudezernent auf Eile. "Wir wollen nicht, dass erst in zehn Jahren der Erste dort einziehen kann", erklärt er. "Das sollte in drei bis vier Jahren machbar sein."

Quelle: RP
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