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Mönchengladbach
Coca-Cola: Zum 25-Jährigen werden 25 Millionen investiert

Mönchengladbach. Der Standort in Güdderath besteht seit 1992, heute wird Jubiläum gefeiert. Er wird durch eine weitere Produktionslinie aufgewertet, neue Mitarbeiter werden eingestellt. Zudem besteht seit 50 Jahren eine Kooperation mit Borussia - es war damals die erste dieser Art in der Bundesliga. Von Jan Schnettler

Heute knallen bei Coca-Cola am Marie-Bernays-Ring die Korken - Weihnachtsfeier. Aber es gibt noch drei weitere Anlässe, die das Mitarbeiterfest in diesem Jahr zu etwas Besonderem machen: Seit 50 Jahren kooperiert das Getränkeunternehmen mit Borussia, seit 25 Jahren ist es in Güdderath vertreten - und investiert in den nächsten Monaten den dazu bestens passenden Betrag von 25 Millionen Euro in eine neue, vierte Produktionslinie, die den Standort innerhalb des Konzerns massiv aufwertet. "Wir bekommen eine Linie für PET-Einwegflaschen dazu. Damit decken wir in Mönchengladbach künftig das gesamte Packungs-Portfolio ab", sagt Betriebsleiter Dieter Lennackers. Anfang April wird geliefert, am 18. Juni 2018 soll das erste verkaufsfähige Produkt vom Band gehen. Lennackers geht von 15 bis 20 neu einzustellenden Mitarbeitern aus - bisher umfasst das Team 200 Angestellte.

In Güdderath werden derzeit sechs Prozent aller deutschen Coca-Cola-Produkte abgefüllt - dieser Anteil wird künftig deutlich ansteigen, denn unter den 17 deutschen Produktionsstätten wird Gladbach bald einer der größten sein. Beliefert wird ein Radius von 100 Kilometern, in der Region Rheinland (erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen, Hessen sowie Rheinland-Pfalz) gibt es nur in Köln und Bad Neuenahr weitere Produktionsstätten. Einer der Hauptabnehmer ist Edeka, doch auch kleine Kiosks werden beliefert.

Diese bedeutende Position innerhalb des Konzerns war noch nicht abzusehen, als im November 1992 die erste Flasche in Güdderath abgefüllt wurde - eine 1,0-Liter-Glasflasche. 1990 war Baubeginn gewesen, 95 Millionen Mark kostete derNeubau seinerzeit. Seit 1966 hatte man zuvor an der Eickener Straße gesessen - ganz in der Nähe der Wiege von Borussia Mönchengladbach. Zwischen dem Unternehmen und dem Verein gibt es diverse Querverbindungen. "Ende 1967, vor genau 50 Jahren, begann das Sponsoring - mit einer Anzeige im Fohlenecho", sagt Coca-Cola-Sprecher Julian Stuercken. "Borussia war damals der erste Bundesligaverein überhaupt, den wir sponserten, noch vor den Bayern." Und auch der legendäre "Büchsenwurf" vom Bökelberg geschah mit einer Coladose.

Seit dem Umzug nach Güdderath hat sich viel getan. Schon in den letzten beiden Jahren habe man insgesamt zehn Millionen Euro in den Standort investiert, unter anderem wurden Zufahrten und der Check-in verändert. An den Außenanlagen soll sich bald noch mehr tun, für Glasflaschen soll beizeiten eine neue, größere Produktionslinie her, zudem werden die Gebäude bei laufendem Betrieb saniert und energetisch ertüchtigt. Es wird davon ausgegangen, dass das Produktionsvolumen weiter wächst - das war in den letzten Jahren nicht zuletzt deswegen so, weil andernorts Produktionsstätten aufgegeben wurden.

Obwohl es ein weltweit agierender Konzern ist, weist Coca-Cola gern und zurecht darauf hin, dass es vor Ort verwurzelter ist als mancher regionaler Mittelständler. "Wir investieren, beschäftigen, produzieren und liefern lokal", sagt Lennackers. Vier Azubis werden derzeit vor Ort ausgebildet, und es gibt eine Kooperation mit Hephata. Die Anzeichen, dass der Standort im Konzern auch künftig eine große Rolle spielt, sind gut - und das ist gut für Gladbach. In diesem Sinne: Prost!

Quelle: RP
 
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