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Mönchengladbach
"Cook & Chill" kommt an Schulen gut an

Mönchengladbach: "Cook & Chill" kommt an Schulen gut an
Online bestellen, bargeldlos mit einem Chip bezahlen: So funktioniert die neue Mittagsverpflegung, die an der Gesamtschule Hardt bereits 250 Schüler in Anspruch nehmen. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Seit dem Start des Schuljahres bieten 19 Mönchengladbacher Schulen mit gebundenem Ganztag eine neu gestaltete Mittagsverpflegung an. Die Sozial-Holding liefert jeden Tag 1100 Essen aus, die erst vor Ort zu Ende gegart werden. Von Thomas Grulke

Paniertes Schweineschnitzel mit Zigeunersauce, Hähnchenspieß oder gebackener, warmer Kirschkuchen mit Vanillesoße? Die Sechstklässler an der Ausgabetheke der Gesamtschule Hardt müssen nicht mehr überlegen, welches der drei Mittagsgerichte sie nehmen sollen. Sie haben bereits im Vorfeld gewählt. Jeder Schüler muss nur noch seinen Chip auf ein Lesegerät legen, schon leuchtet seine Bestellung auf dem Monitor auf, und wenige Augenblicke später bekommt er sein Gericht auch schon ausgehändigt. Etwa 250 Kinder werden in Hardt auf diese Weise täglich mittags in der Mensa versorgt - womit die Gesamtschule eine von insgesamt 19 Mönchengladbacher Schulen mit gebundenem Ganztag ist, die mit dem Start des Schuljahres 2017/18 eine völlig neu gestaltete Mittagsverpflegung anbieten.

"Wir waren anfangs schon skeptisch, denn wir mussten innerhalb kürzester Zeit viele Veränderungen in unserer Küche vornehmen, zudem ist das Ausgabe-System nun wesentlich komplexer geworden, so dass es zu Beginn auch einige Anlaufschwierigkeiten gab. Doch wir haben auch schon die vielen positiven Auswirkungen des neuen Systems festgestellt", sagt die Hardter Schulleiterin Susanne Kölling. Täglich drei Gerichte zur Auswahl, frühzeitiges Bestellen im Internet, verbunden mit einem bargeldlosen Abrechnungssystem, dazu hochwertiges Essen, das kalt angeliefert und erst vor Ort zu Ende gegart wird: Das sind die wesentlichen Merkmale der Umstellung auf die neue Verpflegungsart "Cook & Chill" durch die Service GmbH, ein Unternehmen der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach.

"Für uns sind die 1100 Essen, die wir nun jeden Tag zusätzlich zubereiten, kein großes Problem, da wir bereits seit zehn Jahren Seniorenzentren auf dieselbe Weise mit Essen beliefern. Die große Herausforderung ist vielmehr die logistische Abwicklung, da es bei der täglichen Anzahl der Kinder, die ein Mittagessen bestellen, noch große Schwankungen gibt", sagt Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding. In der Oecotrophologin Philine Barrawasser gibt es für die Schulen eine feste Ansprechpartnerin bei der Service GmbH, die häufig vor Ort ist und mit deren Hilfe auch spezielle Fragen zum Ablauf in der jeweiligen Mensa individuell beantwortet werden können.

Dass es aber noch Kinderkrankheiten gibt, will Schuldezernent Gert Fischer nicht abstreiten, dennoch zieht er ein erstes positives Fazit: "Wir haben 700.000 Euro investiert und damit die Küchen in den Schulen auf den neuesten Stand gebracht. Bei allen Beteiligten war Flexibilität gefragt, aber die Umstellung hat funktioniert. Und 1800 Kinder haben bereits den neuen Chip."

In Hardt wurde die Umstellung auf die hochwertigere - aber auch mit nun 3,70 Euro teurere - Verpflegung gut angenommen. An Spitzentagen verdoppelt sich die Zahl der bestellten Mittagessen im Vergleich zum Vorjahr. Doch es gibt auch Schulen mit nur zehn Bestellungen am Tag. "Wir haben sicherlich noch Luft nach oben, können aber nichts erzwingen. Es kommt auf die jeweilige Schule an, für das Angebot zu werben. Die besten Multiplikatoren sind sowieso die Schüler, denen es jeden Mittag schmeckt", sagt Harald Weuthen, Fachbereichsleiter Schule und Sport.

Quelle: RP
 
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