| 16.16 Uhr

Mönchengladbach
Versuchter Brandanschlag auf Gaststätte

Mönchengladbach. In der Nacht zum Donnerstag  kam es in einer Gaststätte in Mönchengladbach-Dahl zu einem versuchten Brandanschlag. Aus Ärger über ihren Rauswurf hatten fünf junge Männer eine brennende Flasche gefüllt mit flüssigem Grillanzünder auf das Lokal geworfen. Der Brandsatz zündete jedoch nicht.

Wie die Polizei mitteilt, hatte der Wirt die fünf alkoholisierten Männer im Alter zwischen 18 und 21 Jahren wegen ihres lauten Verhaltens aufgefordert, die Gaststätte zu verlassen. Zwei von ihnen sollen, verärgert wegen des Rauswurfs, zu einer nahegelegenen Tankstelle gegangen sein und dort flüssigen Grillanzünder gekauft haben. Daraus stellten sie einen so genannten "Molotow Cocktail" her und kehrten zur Gaststätte zurück, berichtet die Polizei.

Gegen kurz vor drei Uhr morgens öffnete einer der drei Männer die Tür zum Gastraum, in dem sich noch sechs Personen aufhielten, entzündete die Lunte und warf die brennende Flasche hinein, die nicht explodierte, teilt die Polizei mit. Die anderen Gäste flüchteten in Panik aus der Gaststätte.

Die polizeibekannten Täter flüchteten, wurden aber kurze Zeit später von der Polizei gestellt und vorläufig festgenommen. Die Beamten machten zwei 21-Jährige als Haupttäter aus. Die fünf Männer wurden am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt.

Gegen einen der Haupttäter wurde wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung Untersuchungshaft angeordnet. Gegen den Mittäter wurde ein Haftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung erlassen. Die anderen drei Täter wurden heute nach Abschluss aller Maßnahmen entlassen. Alle werden sich allerdings einem Gerichtsverfahren stellen müssen.

(ots)