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Mönchengladbach
Damit die Versicherung zahlt: Rückstauschutz im Keller

Mönchengladbach. In den vergangenen Wochen waren bei Starkregen auch in Mönchengladbach viele Straßen kurzzeitig überflutet. Gemeinden in Bayern und Baden-Württemberg standen binnen weniger Minuten vor dem nichts. So manch einer verlässt sich bei Unwettern auf seine Versicherung. Doch die zahlt nicht immer. Von Christian Lingen

Dringt das Wasser nämlich nicht von außen, sondern durch Abflussrohre in den Keller ein, kommen Elementarversicherungen für den entstandenen Schaden nicht auf. Damit es erst gar nicht zu solchen Schäden kommt, sollte jeder Hausbesitzer einen Rückstauschutz im Keller haben.

"Alleine in den vergangenen Wochen ist in Deutschland durch Starkregen ein Schaden von 1,2 Milliarden Euro entstanden. Viele bleiben auf den Kosten sitzen", sagt Detlef Poullie. Der Schulungsreferent der Innung für Sanitär, Heizung und Klima rät dazu, Schutzeinrichtungen im Keller zu haben. "Drückt das Wasser durch den Kanal in den Keller, suchen viele Gladbacher die Schuld bei der NEW. Die kann aber nichts dafür. In Mönchengladbach sind die Hausbesitzer für den Rückstauschutz zuständig", erklärt Poullie. Die Starkregenereignisse nehmen in den vergangenen Jahren immer mehr zu. "Eine Studie besagt, dass die Unwetter in den nächsten fünf Jahren um 25 Prozent zunehmen werden. Da sollte man vorsorgen", sagt der Experte.

Geräte gegen Rückstau funktionieren ganz simpel. Sie werden im Keller in das Abflussrohr eingesetzt und haben Klappen, die sich nur in Richtung Straße öffnen. So kann kein Wasser aus der Kanalisation ins Haus eindringen. Zu sehen sind die Anlagen nicht, denn sie liegen im Boden.

Zur Auswahl stehen drei Varianten. Die einfachste ist ein rund 300 Euro teurer Kellerablauf. Er besteht aus einem Gitter im Boden, das über einem Trichter liegt, der in das Abflussrohr führt.

Die zweite Variante ist eine Rückstausicherung mit zwei Klappen. Damit hat man einen doppelten Schutz vor ungewolltem Wasser. Die dritte und mit rund 1000 Euro teuerste Variante sind Rückstaupumpen. Sie haben einen Fühler, der im Falle von zurücklaufenden Wasser dafür sorgt, dass sich die Klappen automatisch schließen.

Egal welche Variante man wählt: Zweimal im Jahr müssen die Geräte gereinigt werden. Doch dafür zahlt die Versicherung, wenn Wasser in den Keller eindringt. Das kann dann nämlich nur von außen durch undichte Fenster und Kellertüren kommen.

Quelle: RP
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