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Mönchengladbach
Das Büchermädchen

Mönchengladbach. Fünf Romane und eine Kurzgeschichte hat Cosima Lang veröffentlicht. In ihren Science-Fiction- und Liebesgeschichten will sie mit Klischees aufräumen. Von Fee Grupe

Bereits während ihrer Schulzeit schrieb Cosima Lang Geschichten oder zumindest die Anfänge davon. "Etwas fertiggeschrieben habe ich erst nach dem Abitur", sagt Lang. Im April 2016 erschien ihr erster Roman. Seitdem sind vier weitere Romane und eine Kurzgeschichte von ihr erschienen. Sie schreibt Fantasy- und Science Fiction- sowie Liebesgeschichten. Ihre Bücher kann man sich von Amazon aufs Kindel herunterladen, zum Teil gibt es sie auch in gedruckter Version.

In ihrem aktuellesten Buch "Das Fabelmädchen" geht es um einen Bücherwurm, der loszieht, um die Welt zu retten. "Mir gefällt die Idee, dass einen die Liebe zu Büchern weit bringen kann", sagt Lang. Bücher haben schon immer eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt. Ihr Elternhaus bezeichnet sie als "Bücherlager". Auch während des Schulunterrichts hat sie meistens gelesen. "Der Unterricht war nicht schlecht", sagt Lang, "Aber die Bücher waren besser." Wenn sie nicht liest, schreibt sie. Auch neben ihrem Studium bleibt ihr dafür noch genug Zeit. Nicht nur nach der Uni, sondern auch zwischen den Veranstaltungen, in Freistunden und manchmal auch im Zug nutzt Lang die Zeit zum Schreiben.

Nach ihrem Abitur hatte sie angefangen, Biologie zu studieren. "Aber dann ist mir bewusstgeworden, dass ich gerne ins Verlagswesen oder generell mit Literatur arbeiten möchte", sagt sie. Nach drei Semestern brach sie ihr Studium ab. Ab Oktober wird sie Germanistik und Anglistik in Düsseldorf studieren. Nebenbei arbeitet sie als Aufsicht in einer Spielhalle. Als Cosima Lang kennt sie dort niemand, denn dieser Name ist ein Pseudonym. Dadurch entstehe ein Abstand. Schließlich schreibe sie nicht nur ihre Meinung, sondern gebe vor allem Ansichten wieder, die in ihre Geschichten und zu den Figuren passen. Diese Figuren sind vielfältig. Glatte Charaktere und Klischees kann Lang nicht leiden. "Mit Klischees sollte man aufräumen", findet sie.

Ihr erstes Buch veröffentlichte Lang, ohne es Korrektur zu lesen. Nachholen möchte sie das nicht. "Ich habe Angst, dass ich es komplett überarbeiten würde", sagt Lang. Es ist ihr wichtig, mit ihren Geschichten abzuschließen. Sonst könne es keinen Platz für Neues geben. Mittlerweile hat ihre Mutter die Rolle der Lektorin übernommen. "Sie weist mich auf Rechtschreib- und Grammatikfehler hin und gibt mir Anregungen", sagt Lang. Meistens falle es ihr im ersten Moment nicht leicht, mit Kritik umzugehen. "Doch meistens will Kritik nur helfen", weiß Lang. Die Rezensionen über ihre Bücher lese sie alle. Schließlich wolle sie wissen, was die Leute denken. Die Leser stehen für Lang an erster Stelle. "Ich hoffe, dass ich ihnen Freude bereite", sagt sie. Das sei ihre Motivation, um zu schreiben. Eine weitere Motivation sei es, ein Werk zu beenden, um etwas Neues anfangen zu können. An Ideen fehlt es Cosima Lang nicht.

Quelle: RP
 
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