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Mönchengladbach
Das Feuer in Rheindahlen ist gelöscht

Spezialbagger hilft bei Löscharbeiten in Rheindahlen
Spezialbagger hilft bei Löscharbeiten in Rheindahlen FOTO: Reichartz
Mönchengladbach. Zwei Tage kämpften Feuerwehrleute gegen den Brand in Rheindahlen. Um immer wieder aufflackernde Glutnester zu ersticken, wurde die Lagerhalle bis zum Dach mit Schaum vollgepumpt. Seit Montagnacht ist das Feuer gelöscht. Jetzt wird die Brandursache ermittelt. Von Anne Peters und Gabi Peters

Auf dem Grundstück des Entsorgers EGN an der Erkelenzer Straße werden Gewerbeabfälle, Sperrgut und Leichtverpackungen gesammelt und sortiert. Nach den eigenen Angaben des Unternehmens kommen dort pro Jahr 160 000 Tonnen gemischte Abfälle aus Gewerbe, Handel und Industrie an.

Was sich am Sonntag in der Mülllagerhalle befand, kann mit Sicherheit nicht mehr aufbereitet werden. Die 70 bis 100 Tonnen Sperrmüll wurden zerstört – durch die Flammen oder den Löschschaum. Bei der EGN geht man davon aus, dass es sich um Sperrgut handelte, dass erst am Samstag vor Ausbruch des Feuers dort abgeliefert wurde. "Ob in der Halle noch andere Müllarten verbrannten, können wir zurzeit nicht sagen", sagte gestern EGN-Geschäftsführer Bernfried Ahle. Auch über den Schaden gibt es noch keine Angaben.

Zwei Tage brauchte die Feuerwehr, um den Schwelbrand in der Mülllagerhalle in Rheindahlen zu löschen. Eine schwierige Aufgabe. Zuerst verhinderte dichter Rauch die Sicht. Dann konnten die immer wieder aufkeimenden Glutnester nicht mit Wasser gelöscht werden, weil es in der Halle zu heiß war.

Also setzte die Feuerwehr Schaum ein – viel Schaum. Die eigenen Vorräte reichten nicht aus. "Wir mussten Nachschub aus Duisburg, Düsseldorf, Krefeld und Viersen holen", sagte Feuerwehrsprecher Frank Nießen gestern. Alleine 12 000 Liter des Schaumgrundstoffes (er wird mit Wasser angereichert) wurde verbraucht. "Eine Unmenge", so Nießen. Offenbar wollten die Feuerwehrleute sichergehen, dass keine riesige Stichflamme entsteht, wenn Sauerstoff an das Feuer kommt. Dafür mussten die Glutnester gelöscht werden.

"Der Schaum erstickt die Flammen, verfällt dann. Dann sorgt die Feuchtigkeit für einen Kühleffekt", erklärt Feuerwehrsprecher Günter Grabowski. In Spitzenzeiten versuchten 200 Mann, den Brand unter Kontrolle zu halten. Gestern Nachmittag wurde ein Rolltor an der Halle herausgerissen.

Doch der Eingang war noch zu schmal für den Spezialbagger, der das Brandgut herausholen sollte, damit es im Freien noch einmal abgelöscht werden konnte. "Wir versuchen, einen Träger abzuflexen", erklärte Grabowski. Für die Nacht  wurde am Montagabend die Freiwillige Feuerwehr angefordert, die den Brandort ausleuchten sollte. Gegen 23 Uhr war der Brand laut Feuerwehrangaben endgültog gelöscht.

Der EGN-Geschäftsführer geht davon aus, dass man Dienstagmittag in die Halle gehen kann, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Dann wird auch die Suche nach der Brandursache beginnen können.

(RP/rl/jco)
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