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Mönchengladbach
Das Freiwilligen-Zentrum feiert 20. Geburtstag

Mönchengladbach: Das Freiwilligen-Zentrum feiert 20. Geburtstag
Regina Roick, Frank Polixa, Hildegard van de Braak und Christian Wetzel (v.l.). FOTO: Isa Raupold
Mönchengladbach. Das Team bringt seit zwei Jahrzehnten Zeit-Schenker und Organisationen, die Ehrenamtler brauchen, zusammen. Von Eva Baches

Christian Wetzel ist Betriebswirt und Personalreferent und seit September diesen Jahres auch Zeit-Schenker. "Ich orientiere mich zurzeit beruflich neu und wollte die Zeit zusätzlich mit etwas Sinnvollem füllen", sagt er. Im Internet stieß er auf das Freiwilligen-Zentrum in Rheydt. Er vereinbarte einen Termin und ließ sich vom Team beraten. "Es war klar, dass ich etwas mit Jugendlichen machen wollte. Ich habe beruflich auch viel mit Jugendlichen zu tun gehabt", sagt er. Jetzt betreut er als Bildungspate einen 15-jährigen Flüchtling aus Syrien. "Das erste Treffen war geprägt von großem Herzklopfen auf beiden Seiten. Ich habe ihn gefragt, was er machen möchte. Ich habe ihm vorgeschlagen, Deutsch zu lernen und bin mit ihm zum Bücherregal gegangen. Ich habe ein Kinderbuch gewählt, wegen der einfachen Sprache", sagt Wetzel. Das stieß nicht auf Gegenliebe. Der junge Mann wollte keine Kinderbücher. "Dafür fühlte er sich wohl zu alt. Ich habe dann ein Aerobic-Buch aus den 1980ern genommen, und wir haben uns dann damit beschäftigt."

So wie Christian Wetzel geht es vielen, die in die Sprechstunde von Regina Roick und ihrem Team kommen. "Wir beraten die Interessenten sehr ausführlich. Wir schauen uns die Qualifikation, den Werdegang an. Fragen nach den Wünschen. Meistens können sie ein bis zwei Vorschläge mit nach Hause nehmen. Wir nehmen Kontakt zu den Organisationen auf und stellen den Kandidaten vor. Die Organisationen vereinbaren einen Termin zum Kennenlernen", erklärt sie. "Wenn es gewünscht wird, kommen wir mit zum Termin."

Das Ganze funktioniert auch umgekehrt. Das Freiwilligen-Zentrum berät auch Organisationen, die Ehrenamtliche beschäftigen möchten. Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa sieht die Bereitschaft zum Ehrenamt, auch in der digitalen, schnellen Welt, ungebrochen: "Auch wenn wir in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft leben, möchten sich immer mehr Menschen ehrenamtlich engagieren. Sie stellen andere Anforderungen. Sie wollen mehr wissen. Die Arbeit der Caritas wäre undenkbar ohne das Ehrenamt", betont er. Am 5. Dezember, zum Internationalen Tag des Ehrenamtes, kann man sich bei Kaffee und Kuchen von 10 bis 14 Uhr im Freiwilligen-Zentrum in der Rheydter Ringpassage informieren. Aktuell werden Helfer für die Pflege der Homepage des Stadtsportbundes und für eine Initiative, die Jugendlichen, die nicht aus einem Akademiker-Haushalt kommen, beim Eintritt ins Studium unterstützen. Weitere Infos gibt es unter 02166 40207 und www.fwz-mg@caritas-mg-de.

Quelle: RP
 
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