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Mönchengladbach
Das gerettete Rehkitz ist wieder bei der Mutter

Mönchengladbach: Das gerettete Rehkitz ist wieder bei der Mutter
Das Beweisfoto: Das Rehkitz mit seiner Mutter im Feld. FOTO: Raimund Heinrichs
Mönchengladbach. Raimund Heinrichs ist glücklich. Das von ihm aufgepäppelte Rehkitz ist wieder gesund und an der Seite seiner Mutter, der Ricke. Am vergangenen Montag hatte die Erkelenzerin Gaby Gödderz das kraftlose Tier an der B 57 in Mönchengladbach in einer Böschung liegen sehen. Von Gabi Peters

Ihr Mann hatte sie an diesem Tag zur Arbeit gefahren, so dass sie in Ruhe aus dem Beifahrerfenster sehen konnte. Was für ein Glück. Denn dabei fiel ihr das Rehkitz auf, das gefährlich nahe an der viel befahrenen Straße lag, sich immer wieder aufrappelte, um dann doch wieder kraftlos die Böschung hinterzukullern.

Gabi Gödderz ließ ihren Mann sofort den Wagen wenden. Das Ehepaar alarmierte die Polizei und sicherte das Tier mit der Hundeleine ihres Cockerspaniels. Schließlich sollte das Reh nicht in den Verkehr laufen.

Die Polizei ließ auch nicht lange auf sich warten. Sie lobte das Verhalten der Erkelenzer und sorgte dafür, dass das Rehkitz bei Raimund Heinrichs untergebracht wurde. Der Jäger und Wildheger päppelte das Rehkitz wieder auf und ließ es von einem Tierarzt untersuchen.

"Ganz genau wissen wir nicht, was mit dem Reh passiert ist. Es war anfangs völlig apathisch. Womöglich wurde es angefahren. Aber äußere Verletzungen hatte es nicht", sagte Raimund Heinrichs, nachdem das Tier ein paar Stunden in seiner Obhut war. Offenbar tat die Pflege gut.

Denn schon am nächsten Tag war das Rehkitz wieder munter und zeigte seinen natürlichen Fluchttrieb. Raimund Heinrichs ließ es frei, in der Hoffnung, dass es wieder zu seiner Mutter findet. Am Wochenende gab es nun die Gewissheit: Raimund Heinrichs sah das Rehkitz an seiner Mutter und fotografierte es.

Wie Dirk Brauner, Sprecher der Kreisjägerschaft Mönchengladbach sagt, verbringen Kitz und Ricke den Tag miteinander, suchen die selben Plätze auf und gehen die selben Wege. "Raimund Heinrichs nahm das Foto auf einem Feld nur 150 Meter von der Stelle auf, wo es gefunden wurde", sagt er.

Quelle: RP
 
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