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Mönchengladbach
Das Gladbacher Quartett im Landtag

Mönchengladbach: Das Gladbacher Quartett im Landtag
Die erste Sitzung in der neuen Wahlperiode im Landtag: Hier saßen gestern auch Jochen Klenner, Frank Boss, Hans-Willi Körfges und Andreas Terhaag. Sie hatten am 1. Juni ihren ersten Arbeitstag nach der Wahl. FOTO: Jochen Klenner
Mönchengladbach. Jochen Klenner, Frank Boss (beide CDU), Hans-Willi Körfges (SPD) und Andreas Terhaag (FDP): Das sind die vier Gladbacher unter den 199 neuen Abgeordneten. Sie hatten gestern ihren ersten Arbeitstag nach der Landtagswahl. Von Angela Rietdorf

Gewählt wurde am 14. Mai. Aber erst jetzt sind die Neuen wirklich Abgeordnete: Am gestrigen Tag trat der Landtag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Alle 199 Abgeordneten wurden aufgerufen und gemeinsam verpflichtet, ihre ganze Kraft dem Wohle des Landes Nordrhein-Westfalen zu widmen. Als bewegend und berührend erfahren die meisten Abgeordneten diesen feierlichen Akt.

Für die beiden CDU-Abgeordneten Frank Boss und Jochen Klenner ist es das erste Mal, dass sie als Volksvertreter im Landesparlament sitzen. "Man realisiert die Wahl erstmals richtig, wenn man im Parlament Platz nimmt", findet Klenner. Familie und Freunde der beiden Abgeordneten verfolgen das Geschehen von der Zuschauertribüne aus. "Auf der Tribüne habe ich manchmal gesessen und hinuntergeschaut, jetzt sitze ich im Plenum", sagt Frank Boss. Ein Höhepunkt sei das für ihn.

Links das Gladbacher Quartett mit (v.l.) Jochen Klenner, Hans-Willi Körfges, Andreas Terhaag und Frank Boss. Wenig später nahmen Boss und Klenner neben ihrem CDU-Kollegen Christos Katzidis aus Bonn Platz. Auch Klenners Eltern Ilona und Herbert Klenner waren bei der ersten Sitzung dabei (r.). FOTO: Jochen Klenner

Auch für Andreas Terhaag (FDP) ist es die erste konstituierende Sitzung: Er ist in der vergangenen Legislaturperiode nachgerückt und hat deshalb den Auftakt vor fünf Jahren nicht mitbekommen: "Man spürt im ganzen Haus die Aufregung. Das fühlt sich ein bisschen an wie der erste Schultag." Der vierte Gladbacher mit Landtagsmandat ist ein alter Hase - Hans-Willi Körfges sitzt bereits seit 17 Jahren für die SPD im Düsseldorfer Landesparlament. Dennoch bleibt der Tag der konstituierenden Sitzung ein besonderer Moment. "Der feierliche Akt erinnert an die Verantwortung, die man trägt", sagt Körfges, der außerdem seinen 63. Geburtstag am gestrigen 1. Juni feiert. Viel Zeit für die Familie bleibt ihm an diesem Tag aber nicht. "Es gibt ein Geburtstagsfrühstück", sagt er. Dann geht's an die Arbeit. Alle Fraktionen treffen sich, ein ökumenischer Gottesdienst findet statt. Und nach der Verpflichtung der Abgeordneten geht es weiter mit Empfängen und einem gemeinsamen Abendessen in den Fraktionen. Andreas Terhaag muss zwischendurch arbeiten: Er sitzt im Petitionsausschuss. Der tagt nach der konstituierenden Sitzung.

Ein bisschen umgesehen haben sich die neuen Abgeordneten schon an ihrem Arbeitsplatz. "Die erfahrenen Abgeordneten haben uns viele Tipps gegeben", berichtet Klenner, "zu den Wegen im Haus, den Abläufen, den Postfächern." Auf ihre Büros müssen die Neuen noch warten, sie werden erst noch geräumt. Zum Beispiel vom langjährigen Abgeordneten Norbert Post, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hat. In seinem Büro hing immer ein Bild von Mönchengladbach. Klenner plant Ähnliches: "Ich werde etwas aus Gladbach mitnehmen, von Borussia, aber auch andere Bilder aus der Stadt. Und von der Familie."

FOTO: Jochen Klenner
Quelle: RP
 
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