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Mönchengladbach
Das ist der Fluchtweg des Bankräubers

Mönchengladbach: Das ist der Fluchtweg des Bankräubers
Von der Burgfreiheit bis zur Schleestraße wurde der Bankräuber noch gesehen, dann verliert sich seine Spur. FOTO: Polizei
Mönchengladbach. Auf der Schleestraße verliert sich die Spur des Serientäters, der am Mittwoch die Sparkasse in Odenkirchen überfiel. Der Bankräuber verhielt sich bei seiner Tat so unauffällig, dass andere Kunden nichts bemerkten. Keine seltene Vorgehensweise. Von Gabi Peters

Die Suche nach dem Mann, der bundesweit 17 Banken überfallen haben soll, geht weiter. Die Polizei veröffentlicht jetzt den Fluchtweg des Räubers nach seiner Tat in der Sparkassenfiliale Odenkirchen an der Burgfreiheit. Die Ermittler versuchen nun, den Fluchtweg des Räubers zu rekonstruieren. Bisher gingen bereits etliche Hinweise von Anwohnern ein, die den Mann sahen. Letztlich verliert sich seine Spur auf der Schleestraße in Odenkirchen. Der bewaffnete Mann flüchtete nach bisherigen Erkenntnissen mit seiner Beute über die Wilhelm-Niessen-Straße nach rechts in die Schmidt-Bleibtreu-Straße, dann wieder nach links in das Sieben-Gäßchen. Dort über den Fußweg auf die Schleestraße und dann nach rechts in Richtung Grünstraße/Kölnerstraße. Hier verliert sich bislang noch die Spur.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Bankräuber irgendwo in ein Fahrzeug gestiegen ist und erhoffen sich nun neue Erkenntnisse. Deshalb fragen sie, wer den Mann auf der Flucht gesehen hat. Hier nochmals die Beschreibung des Täters: Der Räuber ist 1,65 bis 1,70 Meter groß und schlank. Er trug vermutlich eine dunkle Perücke und eine Brille mit schwarzem Gestell. Bekleidet war er mit einer Jeans und einer dunkelblauen Kapuzenjacke mit weißer Aufschrift auf der Brust.

Sparkasse in Mönchengladbach überfallen FOTO: Reichartz,Hans-Peter

Die Polizei veröffentlichte gestern ein Bild aus der Überwachungskamera in der Sparkassenfiliale Odenkirchen. Sachdienliche Hinweise bitte an die Kriminalpolizei unter Telefon 02161 290.

Ganz ruhig und unauffällig ging der Bankräuber bei fast allen seinen Taten zu einem Schalter, verlangte Geld und zeigte dabei seine Waffe. Dabei war es ihm scheinbar egal, ob sich Kunden in der Schalterhalle aufhielten oder nicht. Keine ungewöhnliche Vorgehensweise bei Banküberfällen, wie andere Fälle aus Mönchengladbach zeigen.

Beispiel November 2011, Tatort Stadtsparkasse Bismarckplatz: Der Mann kam unmaskiert, mitten im Publikumsverkehr in die Schalterhalle. Er ging zu einer Kassenbox und legte einer Kassiererin eine Tüte und einen Zettel mit der schriftlichen Aufforderung: "Geld in die Tüte!" hin. Durch eine entsprechende Geste deutete er an, in seiner Jacke eine Waffe schussbereit verborgen zu haben. Nachdem ihm die Kassiererin einige Geldscheine in die Tüte gepackt hatte, verließ der Mann die Sparkasse. Ein Jahr später wird der Mann gefasst - nach einem weiteren Bankraub in Wuppertal. Ein Flüchtender hatte den Flüchtenden bemerkt und war ihm gefolgt, bis die Polizei kam. Bei ihm wurde später eine Spielzeugpistole gefunden. Wie sich herausstellte, hatte er mit dieser "Waffe" gleich mehrere Banken überfallen.

Im Juni 2011 schnappte die Polizei eine Bande von Bankräubern aus Weißrussland, die die Stadtsparkasse am Bismarckplatz am 22. Dezember 2009, am 17. März 2010 und am 22. Juni 2010 überfallen hatte. Das Vorgehen der Männer war stets gleich: Seelenruhig und unmaskiert stellten sich der oder die Täter (in einigen Fällen waren es zwei) in die Schlange am Kassenschalter. Als sie an der Reihe waren, zogen sie eine Pistole und forderten Geld. Bei ihren Raubzügen durch Deutschland hatten die Täter (46 wurden identifiziert) insgesamt rund 900 000 Euro erbeutet.

Wie viel der jetzt gesuchte Serienräuber, der unter anderem die Sparkassenfilialen in Odenkirchen und Hockstein überfiel, erbeutete, hat die Polizei bisher noch nicht bekanntgegeben.

Quelle: RP
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