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Mönchengladbach
Das ist der neue Studenten-Rennwagen

Mönchengladbach: Das ist der neue Studenten-Rennwagen
Der RS 16c wird enthüllt. Das Team mit neuem Wagen und Betreuer Prof. Dr. Michael Heber (links). FOTO: HN
Mönchengladbach. Die Hochschule hat ihren fünften Rennwagen konstruiert, der noch besser sein soll als sein Vorgänger. Das Racing-Team wird mit dem Niederrhein-Boliden im Juli in Italien und im August in Spanien an den Start gehen. Von Lisa Schmitz

Mit einer Show im Audimax vor rund 400 Zuschauern hat das Formula-Student-Team der Hochschule Niederrhein ihren Rennwagen für die Saison 2016 enthüllt. Das mittlerweile fünfte Fahrzeug in der Geschichte des HSNR-Racing-Teams ist noch besser als seine Vorgänger. Vorgestellt wurde es vom größten Motorsport-Team, das es jemals an der Hochschule Niederrhein gab: 42 aktive Mitglieder hat das Team in diesem Jahr, das wie immer von Prof. Dr. Michael Heber betreut wird.

"Tu es oder tu es nicht. Versuchen gilt nicht." Mit diesem Satz von Meister Yoda aus den Starwars-Episoden eröffnete Teamleiter Max Kamps das Rollout 2016. Die Studierenden der Hochschule Niederrhein haben in den zurückliegenden sechs Monaten viel getan, um ein an zahlreichen Stellen verbessertes Fahrzeug zu präsentieren, das erfolgreich an der internationalen Rennserie Formula Student teilnehmen soll.

Dieses Jahr ist der Bolide vom Niederrhein mit einer elektrischen Schaltung ausgestattet, zuvor war eine pneumatische Schaltung verbaut. "Dies ermöglicht uns den kompletten Schaltprozess zu optimieren", sagt Cedric Germes, der beim Formula-Student-Team für die Technik zuständig ist. Ein tieferer Schwerpunkt soll zudem eine bessere Kurvenstabilität gewährleisten und die Achslastverteilung verbessern. Beim RS16c liegt der Schwerpunkt bei 24,5 cm und das Gesamtgewicht konnte weiter gesenkt werden, beim Vorgängermodell war er noch bei 26 cm. Zusätzlich wurden viele Details am Fahrwerk optimiert um die Einstellungen schneller und einfach zu realisieren.

Ebenfalls modifiziert wurden das Lenkrad, das einen größeren Hebel aufweist, die Querlenker, die erstmals aus Carbon gefertigt sind sowie das Kühlersystem. Das Ansaugsystem wurde erstmals aus Aquapour gefertigt. Diese spezielle Keramikart in Pulverform wird mit Wasser vermischt und in eine entsprechende Form gegossen. Das Ganze wird daraufhin im Ofen getrocknet. Bei diesem Vorgang entsteht eine leichte, aber dennoch stabile Konstruktion. "Für uns hatte das den Vorteil, dass wir auf diesem komplexen Bauteil besser laminieren konnten. Das spart Zeit und wir benötigen keine Hilfskonstruktionen", so Germes.

Im Rennkalender stehen für das HSNR-Racing-Team in diesem Sommer zwei Veranstaltungen. Traditionell wird der Niederrhein-Bolide beim Rennen in Italien (22. bis 25. Juli) am Start sein. Danach geht es noch nach Spanien, wo das Team erstmals am Rennen in Barcelona (25. bis 28. August) teilnimmt.

Bei der 1981 in den USA gegründeten Formula Student sollen Studierende Lehrinhalte praktisch anwenden. Sie sammeln Erfahrungen in den Bereichen Konstruktion und Fertigung und lernen die wirtschaftlichen Aspekte des Automobilbaus kennen.

Quelle: RP
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