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Mönchengladbach
Das perfekte Schüler-Dinner

Mönchengladbach. Die neunte Klasse der Hebo-Privatschule kochte für Eltern - und den guten Zweck. Von Ludwig Krause

Dill, Minze, Knoblauch. Hacken, schneiden, schälen. Lars und Julian stehen in der Küche - hochkonzentriert, damit auch ja nichts durcheinander kocht. Mangosalat mit Rauke wollen die beiden machen. Ob sie überhaupt schon mal mit Mango gekocht haben? Die 15-Jährigen schütteln den Kopf. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal, und es gibt Gaby Upadek. Die Lehrerin für Mathe, Physik und Arbeitslehre an der Hebo-Privatschule hat in der Küche das Sagen - und sie hatte die Idee zu diesem ganz besonderen Dinner.

"Andere Schulen veranstalten einen Lauf oder basteln für Schul-Projekte. Da ich selber gerne koche, habe ich das einfach mal vorgeschlagen", sagt Upadek. Womit man bei Jugendlichen der neunten Klasse nicht unbedingt rechnen kann: "Alle waren sofort begeistert."

Die Idee, für Eltern zu kochen und sie einen Abend lang zu bedienen, war also schnell geboren. "Normalerweise werden ja eher wir zu Hause bedient", sagt Lars. Dieses Mal also umgekehrt. An der Menü-Auswahl arbeiteten die Schüler kräftig mit, auch wenn nicht alle Wünschen aufgingen. "Die einen wollten Rumpsteak, die anderen Flambieren. Wir mussten natürlich schauen, dass alles machbar ist", sagt Upadek. Am Ende stand ein Vier-Gänge-Menü auf der Speisekarte: Vorneweg der Mangosalat von Lars und Julian, anschließend Gurkensuppe, Kalbsrücken mit Kartoffel-Sellerie-Püree und Erdbeer-Tiramisu. Wer dann noch nicht genug hatte, dem wurde noch Kaffee mit selbst gebackenen Keksen serviert.

Ein Gast durfte dabei nicht vergessen werden: Neben den Eltern wurde natürlich auch Klassenlehrer Jörgen Johansen bedient. Ehrensache. So standen sie ganz freiwillig in der Küche, schnippelten und kochten - mit ein bisschen Hilfe. Muss ich die Handschuhe wirklich tragen? Und wie werden die Gurken gewürfelt? "So ein Essen hat noch keiner der Schüler zubereitet. Dafür klappt es aber erstaunlich gut", sagt Gaby Upadek. Und das, obwohl sogar auf Sonderwünsche wie Allergien der Eltern geachtet werden musste. Die bedankten sich nach dem Abend mit einer Spende an die Deutsche Kinderkrebsstiftung. So war die Aktion am Ende nicht nur ein "Dankeschön" an die Eltern, sondern auch für den guten Zweck.

Quelle: RP
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