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Mönchengladbach
Das wird eine Eselei sondergleichen

Mönchengladbach: Das wird eine Eselei sondergleichen
Dieter Breymann, Fachanwalt für Eselsrecht und Sponsor, Norbert Krause und Maren Dörwaldt, Künstler, und Thomas Hoeps, Chef des Kulturbüros (v.li.), haben schon mal die ersten Esel gezeichnet. Die Talente sind sichtbar unterschiedlich. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Wenn die sieben Esel von Rita McBride auf dem Sonnenhausplatz ankommen, sollen sie freundlich empfangen werden. Das Kulturbüro und die Künstler Norbert Krause und Maren Dörwaldt fordern die Gladbacher auf, 7000 Esel zu malen. Von Inge Schnettler

Norbert Krause will eine Lanze brechen - für den Esel im Allgemeinen und die sieben sympathischen Langohren von Rita McBride, die ab September auf dem Sonnenhausplatz weiden werden, im Besonderen. "Der Esel ist kein dummes Tier", sagt der Konzeptkünstler. "Er weiß lediglich ganz genau, was er will und was er nicht will - und das wird ihm dann fälschlicherweise als Sturheit ausgelegt." Er und seine Künstler-Kollegin Maren Dörwaldt haben die Aktion "7000 Esel - Mönchengladbach greift zu Stift und Farben" erdacht und bringen sie nun gemeinsam mit dem Leiter des Kulturbüros Thomas Hoeps unter die Leute. Warum 7000? Hätten nicht auch 700 gereicht? "700 Esel hätte wir alleine geschafft, es soll ja eine Herausforderung sein", sagt Maren Dörwaldt.

In den nächsten Tagen werden in der ganzen Stadt Esel-Sammelboxen aufgestellt. Und diverse Malaktionen gestartet. Überall kann gemalt und gezeichnet werden - in Kneipen, Schulen, Firmen, Büros, Kindergärten, Altenheimen, Institutionen, auf den Wochenmärkten. Nur wenige Dinge sind zu beachten. Die Regel Nummer 1 von Norbert Krause lautet: Jedes Eselbild ist ein gutes Eselbild. Und deswegen kann auch jeder einen Esel malen. "Ob jemand das in zehn Sekunden oder in zehn Stunden hinbekommt, ist wurscht", sagen die Künstler.

Gezeichnet und gemalt werden darf mit Kuli oder Wassermalfarbe, mit Buntstiften oder in Öl, mit Filzstiften oder Acryl - ganz egal. Die Bilder dürfen allerdings das Din-à-4-Maß nicht überschreiten - und die ersten 7000 Eselbilder werden während "Nachaktiv" am 4. Juni im Saal vom Rathaus Abtei gezeigt - die größte Eselausstellung seit Eselgedenken (Krause). "Der Oberbürgermeister hat es genehmigt", sagt Thomas Hoeps. Und damit die Eselei finanziell kein Desaster wird, tritt Rechtsanwalt Dieter Breymann als "Quartiersponsor Abteiberg" auf - und darf sich deshalb ab sofort "Fachanwalt für Eselsrecht" nennen. "Darauf bin ich stolz", sagt er.

"Wenn wir die 7000 Eselbilder aneinander legen, ergibt sich eine Strecke von 2000 Metern. Und zusammen wiegen die 7000 Eselbilder 35 Kilogramm", hat Norbert Krause ausgerechnet.

Bis zum 25. Mai müssen die Eselbilder fertig sein - in die Boxen werfen oder ans Kulturbüro, Krichelstraße 16 schicken! Infos: www.7000Esel.de, www.facebook.com/7000Esel.

Quelle: RP
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