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Mönchengladbach
Der Austausch von Fenstern will gut geplant sein

Mönchengladbach. Die Sommermonate sind die ideale Zeit, um Sanierungen an Häusern durchzuführen. Aktuell berät die Verbraucherzentrale mit ihrer Aktion "Wir blicken durch: Fenster richtig planen" zum Thema Wärmeschutzverglasung. "Der Gebäudebestand in Mönchengladbach birgt ein enormes Energieeinsparpotenzial. Die Sanierung der Fenster und darüber hinaus der gesamten Gebäudehülle sind ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt", sagt der technische Beigeordnete Gregor Bonin. Von Christian Lingen

Doch so einfach ist das nicht mit dem Fensteraustausch. Es gibt einiges zu beachten. "Bei Neubauten sind Dreifachverglasungen auf jeden Fall ratsam", sagt Roger Kemp von der Tischlerinnung. Im Bestand macht das aber nicht immer Sinn. Ist der Rest des Hauses nicht isoliert, bringt eine Dreifachverglasung fast nichts. Stattdessen können sogar Wärmebrücken entstehen, die zur Entstehung von Schimmel führen können. "Wer seine Fenster austauschen möchte, muss das Gebäude als Ganzes betrachten. Es ist auf jeden Fall ratsam, sich vorher von der Verbraucherzentrale beraten zu lassen", sagt Kemp. Zusätzliche Tipps zum Einbruchsschutz bietet die Polizei.

Bei einer energetischen Sanierung von Gebäuden winken Fördermittel der KfW-Bank. Das können bis zu 5000 Euro sein. Das Bewusstsein für den Fensterausbau ist dennoch nicht weit verbreitet. In den vergangenen beiden Jahren hätten die Aufträge sogar stagniert, so Kemp. Er sieht in seiner täglichen Arbeit, dass es sogar noch Haushalte gibt, die nur eine Einfachverglasung haben. "Rein baulich sind die Fenster völlig in Ordnung. Energetisch sind sie aber eine Katastrophe", sagt er. Daher lohnt es sich, die Beratung der Verbraucherzentrale in Anspruch zu nehmen. Wird nämlich nicht nur das alte Fenster ausgetauscht, sondern auch die Bausubstanz energetisch saniert, lassen sich Heizkosten einsparen.

Zwar sind Wärmedämmung, Einbruchs- und Schallschutz wichtige Themen, doch es geht auch um die Umwelt. "Unser Ziel ist es, den CO2-Ausstoß zu reduzieren", sagt Sebastian Dreyer, Leiter der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Mönchengladbach. "Das Ziel der Stadt ist eine Einsparung an CO2-Ausstoß von zehn Prozent in fünf Jahren", erklärt Antti Olbrisch, der Klimaschutzmanager der Stadt.

Quelle: RP
 
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