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Mönchengladbach
Der Bote bringt die Biofrüchte

Mönchengladbach. Seit fünf Jahren beliefert "Biodirekt" Firmen und Privatkunden mit frischem Obst und Gemüse im Abonnement. Von Angela Rietdorf

Montags und mittwochs sind Packtage. Dann stehen die Mitarbeiter von Biodirekt in der großen, gut gekühlten Halle und packen Obst und Gemüse in Kartons. Je nach Wunsch bekommen die Kunden regelmäßig vier, sieben, oder zehn Kilo Obst - manche auch zusätzlich Gemüse - zugesandt. Alles garantiert aus Bioanbau, alles frisch. Äpfel und Bananen sind immer dabei, das restliche Obst wechselt nach Saison und Angebot: Kiwis oder Erdbeeren, Mangos, Pflaumen, Aprikosen oder Ananas.

"Zu unseren Kunden gehören viele Firmen, die das Obst ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen oder bei Tagungen und Konferenzen für die Teilnehmer bereitstellen", sagt Karin Lehmann, bei Biodirekt für den Vertrieb zuständig. Aber auch viele Privatleute haben entdeckt, dass es sehr praktisch ist, sich die frische Ware im Abo ein- oder zweimal wöchentlich nach Hause schicken zu lassen. In der Region um Düsseldorf und Mönchengladbach übernimmt die Auslieferung ein hauseigener Bote oder eine Spedition, bundesweit läuft der Versand über Paketdienste, die spätestens 24 Stunden später ausliefern. "Es ist sicher ungewöhnlich, die Bioware per Paket zu verschicken", sagt Karin Lehmann. "Aber wir verwenden Pakete aus Wellpappe, in denen die Ware lange kühl bleibt." Es gebe keine Probleme. Zusätzlich experimentiert das Unternehmen gerade mit Schafswolle als Füllstoff, um den Transport zu optimieren und die Pakete kühl zu halten. In der Region wird übrigens in Mehrwegverpackungen ausgeliefert, die der Bote beim nächsten Besuch wieder mitnimmt.

Das Ganze funktioniert auch deshalb so gut, weil hinter Biodirekt das Unternehmen Lehmann natur steht, ein spezialisierter Anbieter, Erzeuger und Vermarkter von biologisch angebautem Obst und Gemüse, der auch den Lebensmitteleinzelhandel beliefert. So steht für den Versand stets sehr frisches Obst zur Verfügung.

Geboren wurde die Idee zu biodirekt hausintern. "Wir haben immer donnerstags eine Mitarbeiterkiste mit Obst bereitgestellt, damit die Mitarbeiter probieren können und die Qualität der Ware kennen und schätzen", sagt Karin Lehmann. Das hat gut funktioniert. "Die Wertschätzung ist jetzt eine andere, alle gehen noch sorgsamer mit der Ware um", sagt sie. Aus der Mitarbeiterkiste entwickelte sich das Angebot an Firmen, sie regelmäßig mit frischem Obst für die Mitarbeiter zu beliefern, als Beitrag zur Gesundheit am Arbeitsplatz. Auch Privatpersonen begannen zu bestellen, der Aboservice war geboren. Da auch beim Gemüse saisonal ausgewählt wird, kommt manchmal auch Ungewohntes ins Paket. Mairübchen zum Beispiel. "Dann legen wir Rezepte dazu, damit die Kunden wissen, wie sie damit umgehen müssen", sagt Lehmann. Mairübchen sehen übrigens aus wie große weiße Radieschen.

Fünf- bis sechshundert Pakete verschickt Biodirekt pro Woche. Tendenz steigend. Jetzt überlegt man, das Angebot auch auf Kaffee, Tee oder Getreideprodukte auszuweiten.

Quelle: RP
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