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Mönchengladbach
Der Erfolgsgeschichte dritter Teil

Mönchengladbach. Der vier Millionen Euro teure Erweiterungsbau am Wilhelm-Kliewer-Haus feiert Richtfest. Von Angela Rietdorf

Der Name variiert. "Richtfest, Hebefest, Aufschlagfest oder Firstbier" zählt Klaus Bamberg, Geschäftsführer der Neuen Arbeit Integration (NAI), auf. Aber egal, wie es heißt, gemeint ist immer dasselbe: Der Rohbau steht, und das Dach ist heute meistens auch schon drauf. So auch beim Neubau am Wilhelm-Kliewer-Haus im Hardter Wald, über dem der Richtkranz mit seinen bunten Bändern im Wind schaukelt. "Das ist der dritte und letzte Schritt der Sanierung des Geländes", erklärt Bamberg.

Das idyllisch im Grünen gelegene Wilhelm-Kliewer-Haus kennen die meisten Gladbacher aus ihrer eigenen Kindheit oder von Freizeiten und Feiern ihrer Kinder. Vor zwölf Jahren hat es die Neue Arbeit von der Stadt Mönchengladbach übernommen, es Schritt für Schritt saniert, modernisiert und erweitert und zu einer echten Erfolgsgeschichte gemacht. "Früher gab es hier 2000 Übernachtungen pro Jahr, jetzt sind es 20.000", stellt Bamberg mit berechtigtem Stolz fest. Die Zielmarke 30.000 hat er fest im Blick. 7,5 Millionen Euro hat die NAI insgesamt in die Sanierung investiert, vier Millionen davon in den letzten Bauabschnitt. Er soll das Angebot abrunden. "Nur mit Jugendgruppen allein kommen wir nicht mehr über die Runden", sagt der Geschäftsführer des Integrationsunternehmens, das Menschen mit Behinderung und Langzeitarbeitslose an den Arbeitsmarkt heranführt. Deshalb gibt es Tagungs- und Seminarräume auf dem Gelände und auch der Neubau verfügt über zwei Veranstaltungsräume. Einer davon ist ein Multifunktionsraum, der eigentlich im Keller liegt, durch eine geschickte und großzügige Terrassierung aber ein gefühlter Erdgeschossraum wurde. "Das wird begrünt und liegt in der Abendsonne", sagt Architekt Dietmar Ledwig, der die gesamten Sanierungsarbeiten begleitet hat. "Die Räume können dann auch wunderbar für Familienfeierlichkeiten von der Goldenen Hochzeit bis zur Erstkommunion genutzt werden", meint er. "Auf dem Gelände ist viel Platz, so dass sich die Kinder austoben können."

Und im oberen Stockwerk können die Verwandten übernachten. Die Zahl der Betten wächst durch den Erweiterungsbau von 104 auf 138. "Alle Zimmer sind natürlich auf modernem Standard mit eigenem Bad", sagt Geschäftsführer Bamberg. "Wir sehen uns vom Niveau her zwischen Jugendherberge und Hotel." Genutzt wird das Haus bereits jetzt gern auch von Fußballfans. Wenn die Profis im nahe gelegenen Borussiapark kicken, übernachten Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland im Wilhelm-Kliewer-Haus.

Der Erweiterungsbau wurde im Januar begonnen und soll im August fertiggestellt sein. "Wir konnten die Winterzeit gut nutzen, Verzögerungen wird es wohl nicht geben", sagt der Architekt. Anschließend wird das großzügige Außengelände neu gestaltet. "Das wird sensationell schön", begeistert sich der Geschäftsführer. Im Wilhelm-Kliewer-Haus arbeiten 15 Mitarbeiter der NAI. Seit einiger Zeit wird auch sehr erfolgreich ein eigener Catering-Service betrieben.

Quelle: RP
 
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