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Mönchengladbach
Der erste Eindruck muss besser werden

Mönchengladbach: Der erste Eindruck muss besser werden
Haus Westland gammelt vor sich hin. FOTO: Ilgner Detlef (ilg)
Mönchengladbach. Die Sauberkeits-Offensive von Stadt und GEM soll dafür sorgen, dass nicht nur die Bürger, sondern auch Besucher sich wohlfühlen. Erste Erfolge gibt's im Geropark, der täglich gesäubert wird. An anderen Stellen gibt es noch viel zu tun. Von Inge Schnettler und Ralf Jüngermann

Es soll schon Auswärtige gegeben haben, die mit dem Zug am Mönchengladbacher oder Rheydter Bahnhof ankamen - und gleich wieder kehrtmachten. Unansehnlich, dreckig, wenig reizvoll - so ihr erster Eindruck von der größten Stadt am linken Niederrhein. Beide Bahnhofsgebäude werden ihr Aussehen - positiv - verändern. Das Gebäude in Rheydt steht kurz vor dem Verkauf an Stadt und Entwicklungsgesellschaft EWMG, im Gladbacher Bahnhof wird der Empfangsbereich derzeit für 1,1 Millionen Euro aufgepeppt. 2016 will die Deutsche Bahn die komplette Sanierung abgeschlossen haben. Der deprimierende Anblick vom leerstehenden und zunehmend gammeligen Haus Westland vis-à-vis jedoch wird so schnell nicht verschwinden.

Seit Wochen liegen auf dem Grünstreifen entlang der Kaldenkirchener Straße gefällte Bäume. FOTO: Ilgner (2), Raupold

Besucher, die mit dem Auto anreisen, werden auch nicht immer mit dem schönsten Blick auf Mönchengladbach überrascht. Im Gegenteil: Wer die Autobahn an der Abfahrt Nord verlässt und über die Kaldenkirchener Straße in Richtung Stadtmitte fährt, wird vom wilden Gestrüpp gefällter Bäume begleitet. Seit Wochen liegen sie auf dem Grünstreifen. Dabei hätten sie schon längst entsorgt werden müssen, so hatte es der Landesbetrieb Straßenbau, der den Kahlschlag veranlasst hatte, Anfang März verkündet. Getan hat sich wenig.

Schlimm auch das Bild gegenüber der Autobahnabfahrt Holt. Da, wo der Stuttgarter Investor M & S Wohnbau, der vor zwei Jahren 56 ehemalige Britenhäuser an der Lilienthalstraße kaufte, sie bunt anmalte und wieder verkaufte, sollte eigentlich ein Garagenhof entstehen. Daraus wurde bis heute nichts. Auf Anfrage teilte Geschäftsführer Rainer Murthum mit, die Fläche sei verkauft worden. Der neue Eigentümer werde in Kürze die Garagen bauen. Bis dahin türmen sich Baupaletten, Schutt und Müll zwischen wucherndem Unkraut.

Frühjahrsputz 2015: Mönchengladbacher räumen auf FOTO: Ilgner Detlef

Die Stadt meint es ernst mit ihrer Sauberkeits-Offensive und geht das Problem mit Unterstützung des Entsorgers GEM inzwischen systematisch an. Beispiel Geropark: Die Beschwerden über wilden Müll und Essensreste, die Ratten anziehen, hatten sich in der Vergangenheit gehäuft. GEM, Fachbereich Tiefbau und Stadtgrün und das Ordnungsamt haben dafür gesorgt, dass sich die Spaziergänger im Geropark wieder wohler fühlen können. So wird der Park jetzt täglich von der GEM gereinigt.

GEM-Geschäftsführerin Gabi Teufel sagt: "Es gibt seitdem keinen neuen illegalen Müll dort. Wenn der Park einmal sauber ist, ist die Hemmschwelle, ihn wieder dreckig zu machen, viel höher. Solche Pilotprojekte werden wir an einigen anderen markanten Stellen der Stadt auch umsetzen." Die Bezirksvorsteher sollen besonders geeignete Stellen benennen. Es gibt beim Entsorger ein Servicetelefon, an dem Beschwerden der Bürger angenommen werden. Das Telefon mit der Nummer 02161 4910-10 steht montags bis samstags von 6 bis 22 Uhr zur Verfügung. Gabi Teufel sagt: "Wir räumen allen Müll, von dem wir erfahren, innerhalb von 24 Stunden weg."

So zugemüllt sind die Container in Mönchengladbach FOTO: Josef Bierwisch
Quelle: RP
 
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