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Mönchengladbach
Der Fahrradmarathon hatte Probleme in der Organisation

Mönchengladbach. Gestern Morgen war Dirk Rheydt schon früh an einem Feld, auf dem kein Gemüse, sondern Blumen wachsen. Zusammen mit seiner Tochter pflückte der Vorsitzende des Mönchengladbacher ADFC dort Gladiolen, um damit anschließend das Fahrrad der Tochter zu schmücken. Der erste Fahrradmarathon während des Blumensonntags war der große Hingucker der Veranstaltung, sorgte aber auch für Ärger. Die Strecke führte unter anderem über die Marktstraße und die Stresemannstraße und damit genau dort entlang, wo die Besucher gingen. Die Radfahrer beschwerten sich, dass sie nicht vernünftig fahren könnten. Die Fußgänger störte das Geklingel der Radfahrer, denen sie ausweichen mussten. Schwer machte es zusätzlich die Blaulichtmeile. Die vielen Fahrzeuge machten die Stresemannstraße eng. Von Christian Lingen

Schön anzusehen waren die floralen Drahtesel dennoch. Viele Teilnehmer hatten sich ordentlich ins Zeug gelegt und waren richtig kreativ. Eine Dame fuhr eine Sonne aus Blumen spazieren, eine andere hatte neben Blumen auch Gemüse am Lenker. Im Fahrradkörbchen von Susanne Peters saßen Frösche. "Ich liebe Frösche, deshalb sind sie auf meinem Fahrrad mit dabei. Und es müssen natürlich Wald- und Wiesenblumen sein", erzählte sie mit einem Blick auf ihr Rad. Die erfahrenen Kilometer, immerhin 21 an der Zahl, werde sie sich für die Aktion "Stadtradeln" gutschreiben lassen. Für Susanne Peters hatte der Marathon aber auch einen nostalgischen Aspekt. "Ich war 18 Jahre bei der Majorettengarde Pescher Bambis. Wir sind damals im Blumenkorso mitgegangen", erzählte sie.

Dirk Rheydt, der Vorsitzende des ADFC, war begeistert. "Wir machen heute einen Blumenkorso mit dem Fahrrad. So können wir das Bewusstsein für das Rad stärken und darauf aufmerksam machen", sagte er. Als Start vor der Sparkasse diente ein Teppich, der im Stile eines Fahrradweges gestaltet war. Die schönsten Fahrräder wurden gegen Ende des Blumensonntags prämiert. Der erste Preis war ein E-Bike. Außerdem gab es viele Gutscheine.

Quelle: RP
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