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Mönchengladbach
Der Gladbacher "Müll"-Salon

Mönchengladbach: Der Gladbacher "Müll"-Salon
Der Gladbacher Salon bei der GEM im Nordpark mit Christine Wilms, Helga Houben, Gabriele Teufel, Beate Brungs (v.l.). FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Es gibt Orte in Mönchengladbach, die der durchschnittliche Bürger wahrscheinlich nie kennenlernen wird. Dazu zählt wahrscheinlich auch die Mags beziehungsweise GEM - obwohl die Themen Müll und Sauberkeit den Menschen täglich begegnen. Aber wie sieht es hinter den Mauern des Entsorgungsunternehmens aus, und was genau zählt zu seinen Aufgaben? Von Daniela Gefgen

Das genau sollte beim Gladbacher Salon in der Kantine des Unternehmens geklärt werden. "Wir möchten Locations vorstellen, zu denen der Bürger sonst nicht hinkommt", erklärt Helga M. Houben, eine der drei Salonièren, das Prinzip des Gladbacher Salons. So gab es beispielsweise schon einen Karnevals-Salon im Zeughaus und einen Spiel-Salon bei dem Spiele-Entwickler "Mücke Spiele".

Die Aufgaben von Unternehmens Mags und GEM sind viel umfangreicher, als man glaubt. "Auf der Straße sehen Sie uns nur in Müllfahrzeugen an Ihnen vorbeifahren. Heute Abend können Sie sehen, was alles dahinter steckt", eröffnet Gabriele Teufel, Geschäftsführerin der GEM, den Abend.

Abfallsammlung, Straßenreinigung, Winterdienst, Entfernung wilder Müllablagerungen, Sperrmüllabholung, Grünbündelabfuhr und Tannenbaumabholung - das sind einige der Aufgaben des Betriebes. "Wir sind jeden Tag auf der Straße, ständig machen wir sauber, räumen auf. Aber trotzdem hat man immer den Eindruck, dass unsere Stadt einfach nicht sauberer wird", sagt Pressesprecherin Anne Peters-Dresen. Also beauftragte die GEM eine Studie bei der Hochschule Niederrhein. Ziel war es herauszufinden, wie der Eindruck von Schmutz und Unaufgeräumtheit entsteht.

Das Ergebnis der Forschung war für die GEM hochinteressant und wertvoll. Laut der Studie gibt es eine gefühlte Sauberkeit im öffentlichen Raum, die sich auf drei Sicht-Ebenen bezieht. Verschmutzungen werden demnach besonders auf Böden, an Gegenständen und Immobilien wahrgenommen. Dazu zählen Graffiti an Hauswänden, Gehwegbeschädigungen oder auch unmoderne Mülltonnen. Die GEM entwickelte basierend auf diesen Erkenntnissen detaillierte Maßnahmen zur Steigerung der gefühlten Sauberkeit: Defekte Straßenlaternen sollten erneuert, Wucherungen in Parkanlagen umgestaltet, Plakate ordentlicher angebracht werden.

Auf viele dieser Bereiche konnte die GEM alleine jedoch nicht einwirken. Also wurde das Unternehmen Mags (Mönchengladbacher Abfall-, Grün und Straßenbetrieb) gegründet, und die GEM wurde zu "Mags GEM". Das neu aufgestellte Unternehmen hatte nun die Möglichkeit, mehr Aufgaben abzudecken, damit die Stadt sauberer wird. So wurden an Hauptverkehrsstraßen Gehwege begradigt und Verwucherungen entfernt sowie unnötige Grünabschnitte asphaltiert, damit sie aufgeräumter wirken.

Quelle: RP
 
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