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Mönchengladbach
Der große Tag eines Kommunionkindes

Mönchengladbach: Der große Tag eines Kommunionkindes
Damit das Kleid morgen bei der Kommunion in St. Marien richtig sitzt, hat Thea es schon einmal anprobiert. Ihre Mutter Claudia Milardovic-Albuquerque hilft und bindet ihrer Tochter die Schleife am Rücken. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Thea geht morgen in St. Marien Rheydt mit zur Kommunion. Auf das Fest hat sie sich seit vielen Wochen vorbereitet. Der Achtjährigen ist förmlich anzumerken, wie sehr sie sich auf ihren großen Tag freut. Von Christian Lingen

"Am Sonntag habe ich Kommunion!", sagt Thea und strahlt über das ganze Gesicht.  Wenn sie von den Vorbereitungen spricht und wie viel ihr das Sakrament bedeutet, bekommt sie große Augen und redet sich in einen Rausch der Vorfreude. Das Kleid hat sie schon vor Wochen ausgesucht, und im Kommunionunterricht haben sie und die anderen Kinder, die morgen Kommunion feiern, alles über die Bibel gelernt. Jetzt kann das große Fest kommen.

"In meiner Familie sind alle zur Kommunion gegangen. Das möchte ich auch", sagt Thea. In der Gemeinde ist sie tief verwurzelt. Ihre Eltern bringen ihr christliche Werte näher und erklären ihr, warum der Glaube wichtig im Leben ist. Er gebe Liebe und Hoffnung. "Im Kommunionunterricht haben wir viele Gebete gelernt, Geschichten gehört und die beiden Testamente kennengelernt", erzählt die Achtjährige. Das war aber nur der theoretische Teil. Doch genau der ist so wichtig. Er vermittelt den Inhalt des Glaubens. Am Ende des Kommunionunterrichts ging es dann um das Fest. "Wir waren in der Kirche und haben geübt, wie wir hineingehen, wo wir uns hinsetzen und wie man die Hostie empfängt", erzählt Thea.

Doch nicht nur Thea hat sich auf morgen vorbereitet. Auch ihre Eltern hatten in den vergangenen Wochen jede Menge zu tun. Ihr Vater hat sich die ganze Woche Urlaub genommen. Seit gestern arbeitet die Familie an er Dekoration für die große Feier. "Wir werden 56 Gäste haben. Gefeiert wird in einem großen Raum, den wir angemietet haben", verrät Claudia Milardovic-Albuquerque. Eigentlich gehört die Familie zur Gemeinde St. Franziskus. Die Kommunion für alle drei Gemeinden der Gemeinschaft der Gemeinden findet aber in St. Marien statt. "Wir sind 44 Kinder, die mitgehen",erzählt Thea.

Ihren Eltern hat sie etwas voraus. Sie weiß nämlich schon, wie ihre Kommunionkerze aussehen wird. "Die habe ich selber gebastelt", erzählt Thea stolz. "Wir haben uns im Pfarrsaal getroffen und Wachsplatten auf unsere Kerzen geklebt. Bei mir sind ein Kreuz, eine Taube und ein Kelch mit einer Hostie drauf", verrät Thea. Das Motto der Kommunionkinder lautet "Eingeladen zum Leben". Die Kerze zu basteln, war gar nicht so schwer. Anspruchsvoller war da das Kleid. "Ich habe vier anprobiert. Meines hat mir dann am besten gefallen", sagt Thea. Das liegt vor allem an den vielen kleinen Details. Es glitzert im richtigen Licht und den kleinen Gürtel zieren Perlen und Blumen. "Außerdem habe ich noch eine Strickjacke. Die war gar nicht so einfach zu finden", erzählt die Achtjährige mit einem Seufzer.

Was sie morgen erwartet, weiß Thea ganz genau. Ihre beiden älteren Geschwister haben ihr Fotos davon gezeigt, wie sie mit zur Kommunion gingen. Über die Bedeutung des Sakraments ist sich Thea bewusst. Deshalb ist sie bescheiden. "Ich wünsche mir keine großen Geschenke. Am liebsten wäre mir Geld. Das kann ich sparen, um mir später etwas davon zu kaufen", sagt Thea. Jetzt heißt es noch einmal schlafen. Dann ist der große Tag endlich gekommen.

Quelle: RP
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