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Mönchengladbach
Der leerste verkaufsoffene Sonntag der Stadtgeschichte

Mönchengladbach: Der leerste verkaufsoffene Sonntag der Stadtgeschichte
Die Hindenburgstraße gestern um 16 Uhr: Die Tour de France in Gladbach ist Geschichte, der verkaufsoffene Sonntag schreibt keine neue. FOTO: Jan Schnettler
Mönchengladbach. Vor einem Restaurant an der Friedrichstraße unterhalten sich ein Gast und ein Kellner. "Kaum ist das Event vorbei, sind alle weg", sagt der eine zum anderen etwas überrascht. Es ist kurz vor 16 Uhr, die Durchfahrt der Tour de France ist bereits Geschichte. Und theoretisch hätten die zweifellos zahlreichen Besucher entlang der Strecke in der Gladbacher Innenstadt jetzt, da plötzlich die Sonne über der Stadt lacht, noch einkaufen gehen können. Von Jan Schnettler

Doch der verkaufsoffene Sonntag, den Politik und Verwaltung ganz offensichtlich gegen den Willen der Händler durchgedrückt hatten, ist ein absoluter Rohrkrepierer. Nicht zuletzt deswegen, weil sich Ende der Woche auch noch Schaffrath dazu entschieden hatte, die Möglichkeit zur Sonntagsöffnung wegen mangelnder Erreichbarkeit nicht wahrzunehmen. Zwischen Minto - das sich bereits frühzeitig gegen eine Teilnahme entschieden hatte - und der Bismarckstraße sind genau zwei Einzelhandelslokale geöffnet: Bei Camp David gibt es Saisonware zum halben Preis. Ach, und ein Outlet, das nicht mal einen Namen hat, hat auch geöffnet - weil es bald komplett schließt. Man nutzt den verkaufsoffenen Sonntag kurzerhand zum Räumungsverkauf. Etwas los ist nur in einer Eisdiele.

Angesichts des wochenlangen Hickhacks um die Sonntagsöffnung zur Tour in Gladbach dürften sich die Rheydter gestern bestätigt gefühlt haben. Sie hatten von vornherein dagegen votiert - so gab es keine Erwartungshaltung und für die ganz wenigen Shopping-Interessierten auch keine Produktenttäuschung.

Quelle: RP
 
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