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Porträt Rolf Keuchen
Der Neue an der Spitze der "Bylandter"

Porträt Rolf Keuchen: Der Neue an der Spitze der "Bylandter"
Dr. Rolf Keuchen ist der Neue an der Spitze der Otto-von-Bylandt-Gesellschaft. "Ich möchte die Arbeit des Museums unterstützen, weil sie kulturell ganz wichtig ist für Mönchengladbach", sagt er. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Auf Wirtschaftsprüfer Werner Goertz folgt an der Spitze des Fördervereins am städtischen Museum Schloss Rheydt ein pensionierter Lehrer: Dr. Rolf Keuchen versteht sich als Teamarbeiter und möchte die Mitglieder-Entwicklung voranbringen. Von Dirk Richerdt

Zu seinen ersten Amtshandlungen als Vorstandsvorsitzender der Otto-von-Bylandt-Gesellschaft gehörte für den ehemaligen Gymnasiallehrer Dr. Rolf Keuchen die Präsentation des neuen Rheydter Jahrbuches, das die Ordnungszahl 30 trägt. Darin ist der 2013 am Hugo-Junkers-Gymnasium als Fachleiter für die Erprobungsstufe pensionierte Studiendirektor indes als Autor nicht vertreten.

Das wird sich bei Erscheinen des nächsten Jahrbuches sicherlich anders darstellen. "Ich bin schon für einen Beitrag angesprochen worden", verrät der verheiratete Pädagoge, der die letzten 19 Jahre seines Lehrerdaseins an dem Rheydter Gymnasium als Lehrer für Deutsch und Philosophie zugebracht hat.

Rolf Keuchen trat erst vor einem Jahr in die Otto-von-Bylandt-Gesellschaft (OvB) ein, den Förderverein, der die Arbeit des Museums Schloss Rheydt unterstützt. "Ich war angesprochen worden, nicht zufällig kurz nach meiner Pensionierung", erinnert Keuchen sich mit einem Schmunzeln. In der Mitarbeit für ein Museum, das sich der Geschichte und der Kunstgeschichte der Region widmet, hat Keuchen eine "dankbare Aufgabe" gefunden. Das passt. Schon seine Dissertation in Germanistik hatte einem mittelalterlichen Versepos, "Tristan und Isolde" von Gottfried von Straßburg, gegolten. "Ich möchte die Arbeit des Museums unterstützen, weil sie kulturell ganz wichtig ist für Mönchengladbach", sagt der in Waldniel lebende verheiratete Vater zweier erwachsener Zwillingstöchter.

Am liebsten denkt Rolf Keuchen an Erlebnisse im Philosophie-Unterricht zurück - angefangen nach dem Studium an der Universität Köln mit dem Einsatz am damaligen Neusprachlichen Gymnasium in Gladbach, fortgeführt am Math.-Nat.-Gymnasium und schließlich am Hugo-Junkers. "In diesem Fach ringt man mit den Schülern aller Altersstufen um Wahrheit", drückt der Pädagoge es aus. Daher begrüßt er auch die auf Vermittlung ausgerichtete museumspädagogische Arbeit am Rheydter Schloss, die mit Führungen durch die Stadtgeschichtliche Abteilung beginnt, die Kinderkurse anbietet, kleine Ausstellungen von Schülergruppen im Kabinett gestaltet und mit den so beliebten Museumsgeburtstagsfeiern längst nicht endet.

"Mich fasziniert die Vielfalt der Arbeit, die dazu unsere Bylandt-Gesellschaft einbringt", ergänzt der 67-jährige Keuchen, der für zunächst drei Jahre den Vorsitz des Vorstandes übernommen hat. Eine herausragende Position beansprucht er da nicht. "Ich arbeite am liebsten im Team, und dazu eignet sich dieser Vorstand ganz hervorragend", findet er. Insofern widerstrebt es dem neuen Mann an der Spitze der OvB, die etablierten Aktivitäten des Fördervereins nach seinem Gusto umzustellen.

Worauf er sich in seiner Amtszeit besonders konzentrieren möchte, ist Mitgliederwerbung. So ist ein Werbeflyer entworfen worden, der an vielen öffentlichen Stellen der Stadt ausgelegt werden soll. "Besonders wichtig ist es für uns, jüngere Menschen zu gewinnen", betont Keuchen.

Dazu gebe es im Vorstand derzeit lebhafte Diskussionen, wie die OvB über die Kontakte des Schlossmuseums zu Schulen und Schülern stärker möglicherweise auch deren Eltern erreichen kann. Dabei möchte sich der 1947 in Bergisch Gladbach geborene und aufgewachsene Rolf Keuchen, zu dessen Hobbys Lesen, Theater, Reisen, Fotografieren und sportliche Aktivitäten gehören, fortan einbringen.

Quelle: RP
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