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Porträt Dr. Bernd Dohmen
Der neue Anästhesist am Bethesda-Krankenhaus

Mönchengladbach. Der 45-Jährige löste Dr. Christian Anger ab, der in den Ruhestand gegangen ist. Dohmen bringt Erfahrungen aus der Sonographie mit. Von Dirk Richerdt

Der langjährige Chefarzt der Anästhesie am evangelischen Krankenhaus Bethesda, Dr. Christian Anger, ist in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger heißt Dr. Bernd Dohmen.

"Der Anästhesist passt auf das Leben auf", erklärt Dr. Dohmen mit einem Augenzwinkern die Aufgaben seines Fachgebiets. Der 45-jährige Mediziner hat die Chefarztposition der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Krankenhaus Bethesda der Johanniter übernommen. Sein Fachgebiet umfasst neben Anästhesie im engeren Sinn - der Verantwortung für die Narkose von Patienten während einer Operation - und der Leitung der Intensivstation auch die Schmerzmedizin rund um den operativen Eingriff sowie die Notfallmedizin.

Bernd Dohmen hat in Essen und Aachen Medizin studiert, war als Oberarzt am Uniklinikum Aachen tätig und später als Leitender Oberarzt am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf.

Sein besonderes Interesse gehört der Intensivmedizin und hier der rationalen Antibiotika-Therapie. Dabei geht es um ein optimales Verhältnis zwischen Behandlungserfolg und Nebenwirkungen. Jede Gabe von Antibiotika muss gut überlegt sein, um Resistenzen zu vermeiden und auch künftig wirksame Medikamente gegen Infektionen zur Verfügung zu haben.

Zu den Aufgaben des Anästhesie-Chefarztes gehört außerdem das OP-Management. Dort, wo viele verschiedene Berufsgruppen - Pflegekräfte, Operateur, Narkosearzt - miteinander zum Wohl des Patienten arbeiten, muss das jeden Tag sorgfältig geplant, gesteuert und koordiniert werden, um Reibungsverluste zu vermeiden. Bei der kontinuierlichen Optimierung dieser Abläufe kommt Dr. Dohmen seine Ausbildung zum ärztlichen Qualitätsmanager zu Gute. Hier liegt ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit.

Nach der Operation begleitet der Anästhesist den Patienten mit einer angepassten Schmerztherapie. "Hier machen wir uns Gedanken um das postoperative Geschehen", sagt der neue Bethesda-Chefarzt. "Die heutigen ausgefeilten Schmerztherapien können den Schmerz komplett nehmen." Das ist für den Patienten und das Behandlungsergebnis von besonderer Bedeutung.

Viel Erfahrung bringt Dohmen im Bereich der anästhesiologischen Sonographie mit. Mit Hilfe des Ultraschalls kann am Patientenbett schnell eine Diagnose gestellt werden oder ein Katheter genauer und schonender eingeführt werden.

Der neue Chefarzt leitet im Bethesda ein Team von 16 Ärzten. Er lebt mit seiner Frau und zwei kleinen Töchtern in Würselen.

www.bethesda-mg.de

Quelle: RP
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