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Mönchengladbach
Der neue Bischof stellt sich in Mönchengladbach vor

Mönchengladbach. Bischof Helmut Dieser besuchte zum ersten Mal offiziell die Region Mönchengladbach und schaute auch beim Volksverein vorbei. Von Marion Lisken-Pruss

Seit 12. November ist Helmut Dieser Bischof von Aachen. Gestern stattete er der Region Mönchengladbach einen ersten offiziellen Pastoralbesuch ab und besuchte im Anschluss an den Gottesdienst auch das Vitusfest im Brunnenhof der Münsterbasilika. Bis auf den letzten Platz besetzt war die Münsterbasilika während des Pontifikalamtes. In seiner Predigt bezog sich der Bischof auf den Stadtpatron Mönchengladbachs, den Heiligen Vitus, der bereits als Kind standhaft geblieben sei in seinem Glauben, und schlug einen Bogen zur medialen Herausforderung von heute: Es gelte, sich im Medienzeitalter von Fake-News nicht beirren zu lassen.

Der Bischof bekannte sich in seiner Predigt uneingeschränkt zur Ökumene: "Die Ökumene ist unverzichtbar wichtig. Wir verkünden dasselbe Evangelium. Das kann uns nicht in getrennte Kirchen führen", sagte er. Und weiter: "Die Kirche ist mitten in der Welt, in der sie lebt, und muss sich dafür öffnen." Zum Ende des Gottesdienstes begrüßte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners den neuen Bischof und schilderte Mönchengladbach als eine vielfältige und lebendige Gemeinschaft.

Auch Regionaldekan Ulrich Clancett hieß Bischof Dieser willkommen und machte deutlich, welche Farben die Stadt dominieren: Schwarz, Weiß und Grün. Am Ende des Gottesdienstes mit Begleitung durch den Gemeinschaftschor St. Vitus/ Münsterchor St. Vitus und das Blechbläserensemble der Münstermusik gab es viel Beifall für den neuen Bischof. Während des Vitusfests im Brunnenhof nutzten die Gläubigen dann die Gelegenheit, ihn persönlich kennenzulernen. Die zahlreichen Biertischgarnituren waren besetzt, wobei die Plätze im Schatten besonders begehrt waren. Dabei stellte sich heraus, dass der Bischof schon einmal im Borussia-Park gewesen war: Als Kaplan der Gemeinde St. Laurentius Ahrweiler und wegen einer verlorenen Wette. Sein damaliger Gastgeber traf ihn jetzt auf dem Vitusfest wieder. Das sei Anfang der 1990er gewesen, erinnerte sich der Bischof, den das Wiedersehen sichtlich berührte.

Im Anschluss an das Brunnenfest stand dann eine Besichtigung der Betriebsstätte des Volksvereins auf dem Programm. Dort informierte er sich über die Arbeit mit Langzeitarbeitslosen. Schon in seiner Predigt hatte er das soziale Engagement "als Hirtendienst an denen, die der Hilfe bedürfen" hervorgehoben.

Quelle: RP
 
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