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Mönchengladbach
Der NEW-Musiksommer zieht um

Mönchengladbach: Der NEW-Musiksommer zieht um
Die Konzertmuschel hinter der Kaiser-Friedrich-Halle muss erstmal ohne den Musiksommer auskommen. FOTO: C. Lingen
Mönchengladbach. Weil die Kaiser-Friedrich-Halle umgebaut wird, kann die beliebte Reihe im Sommer nicht in der Konzertmuschel stattfinden. Als Ersatz wurde die Spielwiese in der Mitte des Bunten Gartens gefunden. Es wird sechs Konzerte geben. Von Christian Lingen

Ein Sommer ohne Musik, das ist kein richtiger Sommer. Bei schönem Wetter mit einem guten Getränk draußen sitzen, mit Freunden quatschen und dabei entspannt Musik hören - das ist Summer-Feeling pur. An sechs Sonntagen bietet der NEW-Musiksommer genau diese Gelegenheit. Doch in diesem Jahr wird es anders sein als sonst. "Die Kaiser Friedrich-Halle wird umgebaut. Deshalb müssen wir die Konzertmuschel verlassen", sagt Frank Nießen von der Eventagentur "mehr pepp", die er zusammen mit Mickey Bernard betreibt.

Die Agentur führt den Musiksommer im Auftrag der NEW durch. Frühzeitig habe man Kontakt zur Marketinggesellschaft und der Mags aufgenommen und schließlich einen Ersatzstandort gefunden. "In diesem Jahr findet der Musiksommer auf der Spielwiese mitten im Bunten Garten statt", kündigt Nießen an.

Die Wiese ist wie geschaffen für die Veranstaltung: beinahe kreisförmig, umgeben von Wegen und Bäume, die Schatten spenden. "Uns war es wichtig, dass der Musiksommer im Bunten Garten bleibt. Deshalb haben wir die Idee, an einen anderen Ort zu gehen, verworfen", sagt Christina Achtnicht von der NEW. Die Veranstaltung ausfallen zu lassen, war keine Option. "Der Musiksommer gehört zum Kulturangebot der Stadt und ist ein Treffpunkt für die Menschen", sagt Frank Nießen. Schwierig wird die Infrastruktur. "Wir können hier keine Bühne sechs Wochen stehenlassen. Alles muss jeden Sonntag neu aufgebaut werden", erklärt er. Und das geht so: Morgens um sechs Uhr kommt eine mobile Bühne, um neun Uhr die Technik und um elf Uhr geht es los. Wasser liefert ein Hydrant und Strom ein nahegelegener Stromkasten. "Für das Catering arbeiten wir mit Frank Beier zusammen, der auch beim Fest am See in Wickrath diese Aufgabe seit Jahren übernimmt", erzählt Nießen.

Christina Achtnich (NEW) und Organisator Frank Nießen. FOTO: Ilgner

Das Publikum wird auf der Wiese stehen, die Bühne auf dem kleinen Platz davor. Probleme könne höchstens noch das Wetter bereiten - wie bei jeder Open-Air-Veranstaltung. "Wir versuchen, ein breites Musikangebot auf die Bühne zu bringen mit Bands aus dem Gebiet, das von der NEW beliefert wird", sagt Frank Nießen. Die Eventagentur "mehr pepp" kümmert sich seit zwölf Jahren um den musikalischen Teil. Den Musiksommer gibt es jedoch schon seit 1999. Damals war er eine Jazz-Veranstaltung. Inzwischen ist er etabliert und hat einen Namen in der regionalen Musikszene.

"Es gibt viele Anfragen von Bands, die bei uns spielen möchten. Unser Konzept sieht vor, die drei erfolgreichsten Bands des Vorjahres und drei neue im Programm zu haben", erklärt Nießen. Finanziert wird das alles von der NEW. Wichtig ist auch der soziale Aspekt. Bei jedem Konzert wird für eine lokale Organisation gesammelt, die Gutes tut. Dazu gehört zum Beispiel die Gladbacher Tafel. Im vergangenen Jahr kamen rund 14.000 Besucher zu den sechs Konzerten und spendeten 14.895 Euro. Der Eintritt zu den Open-Air-Konzerten ist frei.

Der NEW-Musiksommer startet am 15. Juli mit einem Konzert von Booster. Die Band stimmt ihr Set auf die Veranstaltung ab. Eine Woche später, am 22. Juli, findet der Kölsche Frühschoppen mit Rabaue und der Kölner Band Kempes Feinest statt. Am 27. Juli spielt die Very Hot Stuff-Bigband der Musikschule. Das vierte Konzert, am 5. August, bestreitet Obergärig. Die Stanley Beamish Blues Band tritt zusammen mit Geiger Francis Norman am 12. August auf. Das Abschlusskonzert bestreiten Chris´ Songpoeten, eine Formation um Booster-Frontfrau Chris Schmitt.

Quelle: RP
 
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