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Mönchengladbach
Der süße Nachwuchs im Tiergarten

So süß ist der Nachwuchs im Tiergarten Mönchengladbach
So süß ist der Nachwuchs im Tiergarten Mönchengladbach FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Javaner-Äffchen, ein Bambi, ein Eselchen, winzige Nerze, zwei Uhu-Küken, und niedliche Nasenbären. Im Tiergarten sind die Babys los. Von Inge Schnettler

Bei den kleinen Nasenbärchen schmilzt Dr. Katrin Ernst dahin. "Die sind so süüüß", sagt sie. Da hat die Leiterin des Odenkirchener Tiergartens wirklich so was von recht. Die niedlichen Gesellen sind wieselflink, klettern wie die Äffchen und sehen einfach nur bezaubernd aus. Im ehemaligen Braunbärgehege in dem schönen Gelände am Pixbusch sausen sie zwischen Steinen und Sträuchern umher, hangeln sich an Seilen hoch, schwingen damit hin und her, springen wieder ab, flitzen weiter. Die erwachsenen Nasenbären sehen es mit Wohlgefallen und wackeln mit ihren schwarzen Nasen.

Ein Nasenbärmännchen kann dem lustigen Treiben nicht zusehen. Es sitzt ganz allein abseits in einem separaten Bereich. Die Liebe zwischen ihm und einem Waschbärmädchen ist ihm zum Verhängnis geworden. Die Dame hatte ihn so intensiv gekrault, dass er sein Kopfhaar fast komplett einbüßte. "Seitdem habe ich ein ganz neues Bild im Kopf, wenn ich Männer mit Glatze sehe", sagt Katrin Ernst. Die Liebenden mussten getrennt werden. Nun wächst das Kopfhaar beim Nasenbären nach.

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Einen vergleichbaren Niedlichkeitsfaktor haben das Rehkitz und das Javaner-Äffchen - und natürlich der kleine braune Esel mit dem gelockten Pony. Letzterer kann so treuherzig schauen, dass dem Zoobesucher das Herz aufgehen muss. Das kleine Rehkitz liegt die meiste Zeit des Tages zwischen Stämmen und Ästen und macht sich so gut wie unsichtbar. Der Papa ist immer in der Nähe und passt auf das wunderschön gepunktete Bambi auf.

Die Uhu-Mutter muss erst mit sanfter Gewalt davon überzeugt werden, dass Katrin Ernst und RP-Fotograf Detlef Ilgner ihren Küken ganz sicher nicht zu nahe auf die Pelle rücken wollen, dann lässt sie einen Blick auf die beiden Nachwuchs-Uhus zu. "Ziemlich hässlich", sagt die Tiergartenleiterin. Macht aber nichts. Wenn sie nach ihrer Mutter schlagen, werden sie bald bildschön und zum Fürchten groß und stark sein.

Erst wenige Tage alt sind auch die fünf Nerzbabys, die sich im Nest aneinanderkuscheln. Erst im vergangenen Jahr hat Katrin Ernst Nerze angeschafft. Nun hat es schon mit dem Nachwuchs geklappt. "Der europäische Nerz gilt seit 80 Jahren als ausgestorben", sagt die Tiergartenleiterin. Mit der Nerzzucht unterstützt sie das europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Die Nerze aus Odenkirchen werden mithelfen, dass eine fast vergessene Tierart in Deutschland wieder heimisch wird.

Quelle: RP
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