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Mönchengladbach
Der Weg zur Volksbank-Fusion ist frei

Mönchengladbach. Mit jeweils 100 Prozent haben die Vertreter in Gladbach und Erkelenz der Verschmelzung der beiden Institute zugestimmt. Der neue Vorstandsvorsitzende Veit Luxem will schnellstmöglich eine gemeinsame Unternehmenskultur etablieren. Von Jan Schnettler und Andreas Speen

Das wird ein ungewohnter Umstand für die Mönchengladbacher: Ihr neuer Volksbank-Chef ist ein Erkelenzer. Am Dienstag soll Veit Luxem vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden bestellt werden. Er leitet dann ein deutlich größeres Haus als bisher, denn die beiden Volksbanken in Mönchengladbach und Erkelenz fusionieren, wie berichtet, rückwirkend zum 1. Januar. Mit jeweils 100 Prozent Zustimmung votierten die beiden Vertreterversammlungen jetzt zugunsten des Vorhabens. "Darüber freuen wir uns sehr", betonte Luxem, bisheriger Vorstandsvorsitzender in Erkelenz.

Ab dem Tag der Eintragung ins Genossenschaftsregister, die für Oktober zu erwarten ist, wird das Institut wie gehabt "Volksbank Mönchengladbach" heißen, die Volksbanken Erkelenz und Willich aber als Niederlassungen im Namen führen. Für die Kunden in Erkelenz ergeben sich neue Bankleitzahlen und somit IBAN-Nummern, für die der übernehmenden Bank (Gladbach) gibt es keine sichtbaren Änderungen. Luxem betonte gestern im Gespräch mit unserer Redaktion jedoch, er könne sich etwa vorstellen, das Erkelenzer Prozedere der Vereinsförderung mit jährlich zwei Spendenausschüttungen an jeweils rollierende Adressatengruppen auf das neue Institut auszudehnen.

Am Dienstag tritt der Aufsichtsrat zur ersten offiziellen, der konstituierenden Sitzung zusammen. Das Amt des Vorsitzenden übernimmt Fred Hendricks (Gladbach), ihn vertreten Marita Schlupkothen (Erkelenz) und Jürgen Heinzig (Willich). Die neue Bank wird von den bisherigen Vorstandsmitgliedern Josef Brück, Rainer Corsten, Franz Dierk Meurers, Otmar Tibes und Veit Luxem geleitet. Brück und Tibes (bis März 2018) verantworten den Vertrieb, Meurers und Corsten (bis März 2018) die Produktion. Für die einzelnen Ressorts kündigte Luxem an, dass es nach den Sommerferien ein Konzept geben soll, wie sich diese künftig auf die Standorte verteilen. Sicher sei aber, dass es bei zwei Vorstandsstandorten bleibt. Neu hinzu komme ein ihm zugeordneter Bereich für Unternehmensentwicklung, um das Innovationsmanagement voranzutreiben.

Alle 436 Mitarbeiter behielten ihre Arbeitsplätze, wird betont. Luxem weist aber darauf hin, dass das neue Institut "mittelfristig auf unter 400 Mitarbeiter kommen soll. Wir haben mit dem Betriebsrat dazu allerdings vereinbart, dass es in den nächsten zwei Jahren keine fusionsbedingten Kündigungen gibt. Erreichen wollen wir unser Ziel, indem wir bei Fluktuation und alterbedingtem Ausscheiden schauen, ob wir die Stellen neu besetzen." Primäres Ziel sei, "rasch eine gemeinsame Unternehmenskultur zu schaffen. Das zu erreichen, dafür habe ich die Verantwortung übernommen." Änderungen in der Filialstruktur seien nicht geplant, aber denkbar: "Der Kunde entscheidet darüber. Wir schauen uns das 2018 an." Keineswegs wolle die Bank dabei aber ihre Stärke, die Regionalität, aufgeben. Ob die Ausbildung neu ausgerichtet wird, ist offen. Der neue Jahrgang startet noch getrennt an separaten Berufskollegs.

Quelle: RP
 
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