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Mönchengladbach
Deutlich weniger Kirchenaustritte im Bistum Aachen im Jahr 2015

Mönchengladbach. Die aktuellen Zahlen belegen: Weiterhin ist mehr als jeder Zweite in der Region Aachen und in Mönchengladbach katholisch. Von Andreas Artz

In der Stadt Mönchengladbach hat sich die Zahl der Katholiken von 2014 zu 2015 um 1474 Personen auf 129.376 (etwas mehr als ein Prozent) verringert. Je 100 Einwohner waren im vergangenen Jahr 50,19 Prozent der Bevölkerung katholisch. 216 Menschen weniger als 2014 traten aus der katholischen Kirche aus, insgesamt waren es 690. 22 Personen wurden wiederaufgenommen, drei traten der katholischen Kirche neu bei, teilte das Bistum mit.

9173 Gottesdienstbesucher wurden im Stadtgebiet gezählt, 680 mehr als 2014. Dies entspricht einem Anteil von 7,09 Prozent aller Katholiken. Es gab 764 Taufen (plus 100) und 836 Erstkommunionkinder (minus 33). Dagegen ist die Zahl der Firmungen stark zurückgegangen, denn die 415 Firmanden waren 125 weniger als im Vorjahr. 17 Trauungen (insgesamt 149) mehr als 2014 gab es letztes Jahr in Mönchen-gladbach. Auch die Zahl der Bestattungen listet die Statistik auf: 1644, das waren 133 mehr als 2014.

Kirchenaustritte sind landesweit zu beklagen. Auch im Bistum Aachen verlassen viele Menschen die katholische Kirche. Im vergangenen Jahr waren es 6342 Menschen. Doch entgegen aller Vermutungen ist damit die Zahl der Austritte im Vergleich zu 2014 (8105) um 21 Prozent deutlich gesunken. Unter anderem begründet durch demografische Faktoren und Wegzug aus dem Bistumsgebiet hat sich die Anzahl der Katholiken um 1,2 Prozent auf 1,06 Millionen Menschen verringert, heißt es im Bericht des Bistums. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung im Bistum Aachen von rund 1,9 Millionen Menschen bedeute dies, dass mehr als jeder zweite Einwohner katholisch ist. "Die katholische Kirche ist nach wie vor in der Mitte der Gesellschaft verankert. Wir sind präsent und gemeinsam in der Lage, als Kirche Gutes zu bewirken. Das breite, andauernde haupt- und ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingsarbeit zeigt dies eindrucksvoll, für das ich mich von Herzen bedanke", sagt Dr. Andreas Frick, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators. "Jeder einzelne, der - aus welchen Gründen auch immer - sich gegen die Kirche entscheidet, ist für uns ein schmerzhafter Verlust. Umso mehr freue ich mich, dass sich auch im vergangenen Jahr wieder Menschen bewusst für den katholischen Glauben entschieden haben", so Frick weiter. So sind im Jahr 2015 269 Menschen in die katholische Kirche wiederaufgenommen worden und 45 Christen sind in die katholische Kirche eingetreten. Hinzu kommen 100 Erwachsenentaufen im Bistumsgebiet.

Insgesamt empfingen im Vorjahr 7089 Menschen die Taufe, 286 mehr als im Jahr zuvor. Dies bedeutet erneut einen deutlichen Anstieg. Im Jahr 2015 sind 7654 Kinder zur Erstkommunion gegangen. Zwar sind dies 592 weniger als 2014, in Relation zu den neun Jahren zuvor gespendeten Taufen entspricht dies aber einer Quote von rund 90 Prozent. Schwankungen bei der Anzahl der Firmungen sind unter anderem zurückzuführen auf unterschiedliche Größe und Struktur der Gemeinschaft der Gemeinden sowie die Anzahl gesonderter Firmtermine außerhalb der Visitationen. Deren Zahl ist gegenüber dem Vorjahr mit rund 4996 Firmspendungen um 187 gesunken.

Quelle: RP
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