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Mönchengladbach
DGB lädt zur Kundgebung am 1. Mai

Mönchengladbach. Der Termin steht traditionell fest, doch dieses Mal will der Stadtverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes den Demonstrationszug und die Kundgebung zum 1. Mai sowie das anschließende Familienfest gegenüber den Vorjahren um eine Stunde nach hinten verschieben. "Wir wollen auch Maitänzern die Chance geben, rechtzeitig aus dem Bett zu kommen", sagt Vorsitzender Hans Lehmann. Von Angela Wilms-Adrians

Für die Planung bedeutet dies: Um 12 Uhr formiert sich der Demonstrationszug am DGB-Haus in der Rheydter Straße 328 und zieht von dort zur Kundgebung auf den Rheydter Markt. Nach einem Grußwort durch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners spricht Irene Schulz, Vorstandsmitglied der IG Metall. Anschließend beginnt das Familienfest mit Kinderprogramm, Livemusik und internationalen Speisen.

38 Infostände sind in diesem Jahr angemeldet. "Der diesjährige Leitspruch `Wir sind viele. Wir sind eins´ wurde bewusst mit Blick auf die Flüchtlingslage gewählt. Wir wollen deutlich machen, dass wir keinen ausgrenzen und dass jeder eine faire Chance erhalten sollte", betont Klaus Churt, DGB-Regionalsekretär.

Mit Blick auf die Landtagswahl wurden fünf Kernpunkte an die künftige Landesregierung formuliert. Die Forderungen betreffen eine sichere und fair bezahlte Arbeit, zukunftsfeste Renten, Chancengleichheit im Bildungssystem, einen modernen Wirtschaftsstandort und eine starke öffentliche Hand für eine funktionierende Infrastruktur und mehr bezahlbaren Wohnraum.

Unter dem zentralen Mai-Motto fordern die Gewerkschaften zudem eine gerechte Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sowie ein Steuerkonzept, das Arbeitnehmer entlastet und Vermögende belastet.

Reimund Strauß, erster Bevollmächtigter der IG-Metall in Mönchengladbach, sieht als eines der zentralen Probleme den Ausverkauf von Kernkompetenzen bei einem chinesischen Arbeitgeber an. Auch das könne auf Dauer zum Verlust von Arbeitsplätzen führen. An einem der Info-Stände wird voraussichtlich über derartige Veränderungen berichtet.

Mit Blick auf die Forderungen der Gewerkschaften zum Maifeiertag freut sich Dominik Kofent, dass alle Erzieher Mönchengladbacher Kindertagesstätten inzwischen eine unbefristete Stelle haben. Ganz anders stelle sich die Situation im Bereich der Hochschule mit hohem Anteil befristeter Stellen dar, so der stellvertretende Verdi-Geschäftsführer im Bezirk Linker Niederrhein. Beim Thema Wetter während der Veranstaltung ist man optimistisch: Es soll schön werden.

Quelle: RP
 
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