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Mönchengladbach
Die beste Arschbombe in Gladbach

Mönchengladbach: Die beste Arschbombe in Gladbach
Beim Arschbombenspringen der NEW im Stadtbad Rheydt darf man nicht zimperlich sein: Am höchsten spritzt das Wasser, wenn man sich voller Elan mit dem Rücken auf die Oberfläche wirft. Angst braucht man beim Sprung vom Einmeterbrett aber nicht haben. FOTO: Delef Ilgner
Mönchengladbach. Kinder und Erwachsene sprangen im Stadtbad Rheydt vom Einmeterbrett. Ziel des Arschbombenspringens war nicht etwa, die Zuschauer nass zu machen, sondern möglichst hoch zu spritzen. Viele Bewerber kamen aber nicht. Von Lioba Müller

Muss man sich mit dem Bauch auf das Wasser fallen lassen, sich als Päckchen ganz eng zusammen klammern oder doch einen doppelten Salto nach vorne springen? Die Technik für Arschbomben variiert stark, aber nass werden die Juroren des "Arschbombenspringen" auf jeden Fall. Im Stadtbad Rheydt durften Jung und Alt mitmachen - Hauptsache, man hatte Spaß, und das Wasser spritzt in die Höhe.

Das "Arschbombenspringen" fand 2006 zum ersten Mal statt. Jährlich qualifizieren sich in fünf unterschiedlichen Gewichtsklassen die ersten drei Gewinner für das Finale. Im Stadtbad Rheydt treten die Sieger der Vorrunden aus Mönchengladbach, Viersen und Tönisvorst gegeneinander an.

Das Konzept der Meisterschaft ist gut, aber trotzdem haben es am letzten Sonntag der Herbstferien nicht viele Springer in das Stadtbad Rheydt geschafft. Nur eine Handvoll Leute kamen. "Das Arschbombenspringen ist eine super Idee, aber die Umsetzung ist schwierig", meinte Michael Patalag, Auszubildender beim Stadtbad Rheydt. Für die Veranstalter ist das natürlich enttäuschend. Aber so gering war der Andrang nicht zum ersten Mal: "Leider war es - fast wie erwartet - sehr mau", meint Badleiter Uwe Roßdeutscher.

Grund sei das veränderte Freizeitverhalten der Jugendlichen. "Man erreicht die Jugendlichen nur noch sehr schwer", stellte er fest. Früher traf man sich nach der Schule im Schwimmbad, heute machen Jugendliche eher Daumengymnastik auf den Smartphones.

Das kann auch der Springer Frank Thielen aus eigener Erfahrung bestätigen. Der 54-jährige Gladbacher ist in seiner Altersklasse Vize-Europameister im Springen, nächstes Jahr ist er in London wieder mit dabei. In seiner Freizeit trainiert er mit großem Spaß in Koblenz eine Gruppe Jugendlicher. Auch wenn es heutzutage schwieriger ist, sie für das Schwimmbad zu begeistern, weiß er, dass sie trotzdem kommen. Im Sommer sei der Ansporn für seine Zöglinge größer. Im Freibad beeindrucken sie die Freunde, außerdem spritzten sie gerne alle anderen nass. Doch die Technik dieser Arschbomben muss trainiert werden.

Alleine zu üben, sei aber schwierig, meint Thielen: "Man sieht das Wasser nicht selber spritzen. Man kann sich aber am Knall des Wassers orientieren, oder jemand schaut zu." Thielen hat das Arschbombenspringen perfektioniert: Nach dem Absprung zieht er das Bein an und lässt sich auf den Rücken fallen. Mustergültig schlagen die Wellen über ihm zusammen und erreichen eine Höhe von satten 6,50 Metern - das sollte für die Teilnahme beim Arschbombenfinale reichen.

Dass aber kein Meister vom Himmel gefallen ist, weiß auch der siebenjährige Teilnehmer Marcel Zepter: "Gestern habe ich schon das Springen trainiert." Am Morgen der Vorrunde hat ihm Frank Thielen geholfen, auch die Bademeister gaben dem jungen Springer noch ein paar Tipps. Nach ein paar Übungssprüngen erreichte die Wasserfontäne von Marcels Arschbombe stolze 3,30 Meter.

Zum Schluss gibt es für die Gewinner eine Medaille sowie Überraschungstüte von der NEW: Neben Schwimmutensilien wie Badetuch und Badekappe gibt es Freikarte für die Regionalmeisterschaft am 21. November ab 10 Uhr im Stadtbad Rheydt.

Quelle: RP
 
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