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Mönchengladbach
Die Grünen lassen ihre Jugend auf die Bühne

Mönchengladbach: Die Grünen lassen ihre Jugend auf die Bühne
Die Vorsitzende des Kreisverbandes der Grünen, Anita Parker, freute sich über ein volles Haus beim Neujahrsempfang der Partei im Haus des Paritätischen. FOTO: Grüne
Mönchengladbach. Anita Parker, die Vorsitzende des Kreisverbands der Grünen, hatte reichlich Grund zufrieden zu sein: Volles Haus beim Neujahrsempfang der Partei im Paritätischen. Darunter einige Gäste aus anderen Parteien, was Parker, der politischer Konkurs über Parteigrenzen am Herzen liegt, besonders wichtig ist. Von Ralf Jüngermann

Drei Redner, die gemeinsam nicht mehr als 30 Minuten brauchten - und damit der Vorgabe der Vorsitzenden, lieber miteinander ins Gespräch zu kommen, vollauf genügten. Vor allem aber konnte Parker sichtlich stolz die Zukunft der Partei ans Mikro bitten.

Die grüne Jugend hat sich neu formiert, Lena Zingsheim und Robin Komarica benannten die Hilfe für allein reisende Flüchtlingskinder, Inklusion und Umweltschutz als wichtigste Themenfelder der Jugendorganisation. Die Grünen, die einst mit frischem Wind das politische Establishment aufmischten, sind inzwischen gemeinsam in Ehren - und zum Teil auch in Ämtern - ergraut. Das zeigte auch der Blick in die Runde beim Neujahrsempfang. Richtig und wichtig also für die Partei, dass der Vorstand der Kreispartei die Förderung der Grünen Jugend als ein zentrales Projekt definiert hat. "Wir werden sie mit allen erdenklichen Mitteln unterstützen", sagte Parker.

Ihr Vorstandskollege Peter Walter attackierte in seiner kurzen und launigen Rede einen der Gäste des Abends, den SPD-Fraktionsvorsitzenden Felix Heinrichs, der sich für die Verlegung des Arbeitslosenzentrums ausgesprochen hat. Die SPD schere sich um ihr "S" im Namen so wenig wie die CDU um ihr "C"; das Arbeitslosenzentrum passe wohl nicht mehr zum noblen Neubau gegenüber, mutmaßte Walter.

Karl Sasserath, Geschäftsführer des Arbeitslosenzentrums und Fraktionsvorsitzender der Grünen, ging in seiner Rede auf dieses Thema nicht ein. Er versicherte, die Gladbacher Grünen würden angesichts der klaren Machtverhältnisse im Rat nicht mutlos. "Wir bleiben auch bei Gegenwind auf Kurs", so Sasserath. Zur aktuellen Flüchtlingsdebatte sagte er, die Grünen stünden für Toleranz, die bedeute, Fremdheit auszuhalten. Vorverurteilungen und Ressentiments gegen die Asylbewerber dürfe es nicht geben, gegen rechte Rattenfänger werde man weiter demonstrieren.

Danach gab es viel Gesprächsstoff - und Anita Parker erreichte, im Gegensatz zum letzten Neujahrsempfang, noch ein persönliches Ziel: Sie schaffte es trotz allen Austauschs auch noch zum Buffet.

Quelle: RP
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