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Mönchengladbach
Die Herren der Lüfte

Mönchengladbach: Die Herren der Lüfte
Francis Norman, Kim Schmiedeknecht, Moritz Vincenz sind drei Segelflugpiloten, die regelmäßig in Wanlo abheben. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Beim Tag des Luftsports NRW kamen die Piloten auch in der Luft ins Schwitzen. Von Christian Lingen

Die Sonne brannte am Samstagnachmittag glühend vom Himmel und machte den Aufenthalt auf dem Segelflugplatz Wanlo beinahe zu einer Tortur für die Besucher. Anlässlich des 70. Geburtstages des Landes Nordrhein-Westfalen hatte der Aeroclub NRW den Tag des Luftsports ausgerufen. Vier Flughäfen machten mit. Die Wanloer Segelflieger waren ein Teil davon und veranstalteten im Rahmen der Aktion ihren jährlichen Segelflugtag. Während es am Samstagnachmittag recht leer blieb, kamen abends rund 400 Besucher zum Benefizkonzert "Rock for Children" zu Gunsten der Kinderkrebsklinik Düsseldorf. Gestern war es deutlich voller als Samstag. Dafür durften wegen einer Gewitterwarnung die Heißluftballone nicht starten.

Dank einer Ausnahmegenehmigung wurde auf dem Segelflugplatz viel mehr geboten als normal. So kamen motorisierte Oldtimerflugzeuge, ein Gyrocopter und Ultraleichtflugzeuge. Während einige Maschinen nur dem Ausstellungszwecke dienten, führten andere Piloten Kunstflüge vor. "Unser Flugtag ist größer als sonst. Das liegt vor allem am Konzert. Wir engagieren uns seit vielen Jahren für krebskranke Kinder und hoffen, durch das Konzert viel Geld für sie zu sammeln", erzählte Veranstaltungsleiter Arend Dechow. Wie viel Geld insgesamt zusammenkam, stehe noch nicht fest. Vom Unwetter blieb der Segelflugtag weitestgehend verschont. Lediglich ein Lied musste ausfallen. Die Besucher kamen ohne große Schwierigkeiten vom Gelände.

Einige Segelflieger waren beim Flugtag etwas ganz Besonderes. "Wir haben Modelle hier, die es sonst nur im Museum zu sehen gibt. Sie stammen aus der Nachkriegszeit", erzählte Arend Dechow. Dazu gehört zum Beispiel die Cumulus, ein Segelflugzeug Baujahr 1951. Das russische Militärflugzeug Yak 52, das Alexander Poscher mitgebracht hatte, war ein Hingucker, blieb aber am Boden. Anders tat es Benedikt Stock. Er pilotierte eine Extra 200 und zeigte einen spektakulären Kunstflug. Dabei flog er Loopings, überschlug sich mehrfach und trudelte gen Boden, als würde er abstürzen. Schön anzusehen war auch die Focke-Wulf Stieglitz, ein Doppeldecker, der zwischen den beiden Weltkriegen gebaut wurde. Der Klang des Motors war entsprechend blubbernd.

Wer mutig war, durfte in einigen Maschinen mitfliegen und den Blick über Mönchengladbach genießen. Doch auch hoch oben war es noch heiß genug.

Quelle: RP
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