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Mönchengladbach
Die hessische Polizei gewinnt den Militärwettkampf

Militärwettkampf in Mönchengladbach
Militärwettkampf in Mönchengladbach FOTO: Teresa Mayerhofer
Mönchengladbach. Sie waren zum ersten Mal beim internationalen Militärwettkampf dabei und hatten so viel Spaß wie kein anderes Team. Vier Soldaten der mongolischen Armee machten mit und waren nicht nur daran interessiert, gut abzuschneiden. Sie wollten vor allem Kontakte knüpfen und einen schönen Tag erleben. Von Christian Lingen

Am Ende des Wettkampfes, bei dem 15 schwierige Übungen absolviert und ein 17-Kilometer-Marsch bewältigt werden mussten, landeten die Mongolen auf platz zehn. Der Sieg ging an die hessische Polizei. Mitmachen dürfen nämlich nicht nur Soldaten, sondern auch die Polizei und Rettungsorganisationen.

Organisiert wurde der 32. internationale Militärwettkampf wieder vom Landeskommando Nordrhein-Westfalen und dem Reservistenverband der Bundeswehr. "Dass die Mongolen dabei sind, freut uns besonders. Es ist schön, dass der Wettkampf auf so großes Interesse stößt", sagte Helmut Michelis, Oberst der Reserve. Insgesamt nahmen 160 Starter in Viererteams teil. Sie kamen aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Frankreich, Italien und Dänemark.

Auf dem Weiher im Stadtwald mussten die Teilnehmer vier Benzinkanister mit einem Schlauchboot transportieren. Die vier Soldaten aus der Mongolei (rechtes Bild) werden im nächsten Jahr wieder mitmachen - dann mit zwei Teams. FOTO: Knappe/ KN

Nach einem furiosen Start der Mongolen hatten diese am Weiher im Stadtwald dann so ihre Probleme. "In unserer Armee gibt es keine Marine", erklärten sie Werner Gottschling. Der Oberstabsfeldwebel betreute die Wettkampfstätte. Den Mongolen erklärte er zunächst die richtige Paddeltechnik. Die Aufgabe war es, vier Benzinkanister in ein Schlauchboot zu laden, über den Weiher zu fahren und die Kanister auszuladen. Und das alles auf Zeit.

"Solche Szenarien sind sehr nah an der Realität. Bei großen Hochwasserkatastrophen kann es schon einmal zum Einsatz von Schlauchbooten kommen, um Trinkwasser zu transportieren", erzählte Gottschling. Nah an der Realität war auch das Szenario auf dem Übungsgelände des THW. Dort mussten die Teilnehmer einen Hindernisparcours bewältigen, der es in sich hatte. So musste ein Fenster in 1,80 Meter Höhe durchsprungen werden. Danach ging es ein Gerüst hinauf und wieder herunter, weiter durch ein unterirdisches Tunnellabyrinth und zum Schluss durch ein Autowrack. Zwischendurch warteten kleinere Hindernisse. "Solche Dinge sind normale Probleme, die sich einem zum Beispiel im Häuserkampf stellen", erklärte Oberstleutnant Thomas Erkens die Station.

Auf dem Weiher im Stadtwald mussten die Teilnehmer vier Benzinkanister mit einem Schlauchboot transportieren. Die vier Soldaten aus der Mongolei (rechtes Bild) werden im nächsten Jahr wieder mitmachen - dann mit zwei Teams. FOTO: Knappe/ KN

Weitaus einfacher war dagegen die Aufgabe, die am Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr Günhoven/Kothausen auf die Soldaten wartete. Dort mussten vier Schläuche und zwei Spritzen zusammengebaut werden, um damit anschließend einen Tennisball von einem Pylon zu schießen. "Hin und wieder müssen Soldaten auch einmal ein Feuer löschen. Das kommt zwar selten vor, aber die Grundkenntnisse müssen vorhanden sein", sagte Rainer Hellberg, Gefreiter der Reserve.

Unter den Zuschauern des Wettkampfes war auch ein Ranghoher: Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre ist Oberstleutnant der Reserve der Luftwaffe. Die Mongolen freuten sich über den Besuch ihres Militärattachés Dulamjav Erdenbileg.

Quelle: RP
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