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Mönchengladbach
Die historisch belegten Uniformen gefallen den jungen Schützen

Mönchengladbach. Der gute Zusammenhalt in Wickrathhahn war auch bei diesem Schützenfest wieder spürbar. Die Bruderschaft füllt ein großes Schützenzelt. Von Erik Acker

Wenn in Wickrathhahn Schützenfest ist, feiern das ganze Dorf mit - auch die Jungen, denn anders als manch andere Bruderschaft kennt die Sankt Hubertus Bruderschaft kaum Nachwuchsprobleme. Und so staunten viele Besucher über die prunkvollen Uniformen in den verschiedenen Regimentern der Bruderschaft. Der Tag begann bereits um halb neun mit dem Antreten und wurde danach mit einem Festgottesdienst fortgesetzt. Anschließend wurden am Ehrenmal in Wickrathhahn im Rahmen der Feierlichkeiten einige verdiente Mitglieder geehrt, bevor es dann weiter ins Festzelt ging.

Mit dem Silbernen Verdienstkreuz wurde Hans Zander von der Matrosengarde ausgezeichnet und Ralf Benkert von der Fahnengruppe und amtierender Minister. Eine besondere Auszeichnung bekam der Geschäftsführer der Bruderschaft, Udo Ditges, mit dem Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz. Außerdem wurde Paul Stein, dem ersten Kassierer und Fähnrich, das Schulterband verliehen. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielt Jürgen Knorr, Rote Husaren. Schützenkönig ist in diesem Jahr Frank Mösges mit seiner Königin Elke Mösges. Ralf und Ute Benkert und Peter und Bea Krüger seine Minister.

Das Besondere am Wickrathhahner Schützenfest ist für Ben Zander, von der Gruppe "Rote Schill" der "Zusammenhalt und das Miteinander, was hier gelebt wird, was man immer wieder beim Schmücken des Königshauses spüren kann, weil sehr viele Gruppen helfen". Die Bruderschaft kann auf eine lange Tradition zurückblicken und besteht jetzt seit über 90 Jahren. Die etwa 280 Mitglieder der Sankt-Sebastianus-Bruderschaft stecken vor allem viel Mühe und Arbeit in ihre Uniformen. Heinz Ritter, der Brudermeister, erzählt: "Die große Vielfalt an historisch belegten Uniformen und Gewehren ist das, was uns von anderen Bruderschaften unterscheidet und worum wir nicht selten beneidet werden." Außerdem gehören die Uniformen den jeweiligen Trägern selbst, was auch keine Selbstverständlichkeit mehr sei, sagt Heinz Ritter weiter.

Trotz des vergleichsweise kleinen Ortes Wickrathhahn, in dem rund 1500 Menschen leben, ist das Festzelt größer als bei so manch anderen Schützenfesten. Was die Bruderschaft zusätzlich positiv stimmt ist, dass "die Existenz des Vereins durch nachrückende, junge Gruppen gesichert ist", sagt Heinz Ritters.

Quelle: RP
 
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