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Mönchengladbach
Die Hochschule geht in die City

Mönchengladbach: Die Hochschule geht in die City
Marion Ellwanger-Mohr, Dekan Rudolf Völler, Katrin Wagner (sitzend), Anna Koch, Jonas Stracke und Janic Morlock (v.l.) im Ladenlokal in er Rheydter Hauptpassage. FOTO: Inge Schnettler
Mönchengladbach. Studierende des Fachbereichs Design-Ingenieur arbeiten jetzt in einem leerstehenden Ladenlokal in der Rheydter Hauptpassage. Die Zwischennutzung ist ein weiterer Erfolg des Quartiersmanagements. Von Inge Schnettler

Die "Schauzeit" bewegt Rheydt auch nach ihrem offiziellen Ende. So sind die "Strickmäuse" zurückgekehrt. Wie im vergangenen Jahr werden die strickenden und häkelnden Damen in der Vorweihnachtszeit in der Passage am Ring ihre Handarbeiten anbieten. Auch Auftragsarbeiten werden erledigt. Die

Verkaufserlöse gehen an den Deutscher Kinderschutzbund Düsseldorf. Übrigens: Die Strickmäuse freuen sich sehr über Wollspenden.

Während der Schauzeit haben sie sich gefunden: Lille & Sis, LotusCollection und Try. Als Kreativ-Kollektiv bieten sie unter dem Namen "3RY" seit einigen Tagen Wohnstücke, Kunststücke und Kleidungsstücke an der Marktstraße 14 an. Es sind ausschließlich Produkte, die nachhaltig und fair hergestellt wurden oder bereits ein (anderes) Leben hinter sich haben.

Im Rahmen der Schauzeit hatte die Piaget-Forschungsgemeinschaft ein Reallabor an der Kloetersgasse 15 errichtet. Es soll bleiben. (Die RP berichtete).

Zu diesen drei Erfolgsgeschichten kommt nun eine vierte hinzu: "Textil im Exil", ein Projekt des Fördervereins "Textile and Fashion Institute Mönchengladbach". Studierende des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik - genauer: des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik - sind in ein leerstehendes Ladenlokal in der Rheydter Hauptpassage gezogen. Dekan Rudolf Voller und das Quartiersmanagement haben die Räume klar gemacht, die Studenten Jonas Stracke und Janic Morlock haben sie hergerichtet, Möbel und Handwebstühle hineingestellt, und jetzt kommen auch noch ein paar Nähmaschinen dazu.

Betreut von den Dozentinnen Marion Ellwanger-Mohr und Anna Koch, werden die Studierenden in dem hellen Ladenlokal arbeiten. "Der Vorteil ist, dass wir gemeinsame Projekte stemmen können, anstatt alleine zu Hause vor uns hin zu werkeln", sagt Katrin Wagner. Die Studentin betreut die Errichtung einer "Textilen Materialbibliothek". Vom Faden bis zum textilen Endprodukt sollen die Materialien, Maschinen und Labore der Hochschule präsentiert werden. "Viele Studierende wissen gar nicht, wie unendlich vielfältig unsere Möglichkeiten sind." Es soll eine Übersicht entstehen, die verdeutlichen wird, was auf welchen Maschinen hergestellt werden kann.

In erster Linie ist das Ladenlokal, das vorläufig bis März zur Verfügung steht, ein Treffpunkt für die Studierenden. Sie arbeiten hier, stellen ihre Produkte aus - und können in den Räumen auch feiern. Eine funktionstüchtige Küche steht zur Verfügung.

In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass der Fachbereich "Design-Ingenier für Mode und Textil" heißt. Das ist nicht korrekt. Es handelt sich um den Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. 

Quelle: RP
 
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