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Mönchengladbach
Die Leute mit Spaß anstecken

Mönchengladbach. Am 2. Juni kommt die Pop-Rock-Gruppe Silbermond in den Hockeypark. Die Bandmitglieder sprechen über Ehrungen, Werte, den Ursprung des Namens Silbermond und verraten auf was sich die Mönchengladbacher freuen können. Von Thomas Meinders

Sie sind schon in vielen Städten und großen Arenen aufgetreten. Was gab nun den Ausschlag für Mönchengladbach?

Johannes Stolle Es wurde allerhöchste Zeit, dass wir mal nach Gladbach kommen. Wir versuchen immer in die Städte zu gehen, wo wir noch nicht waren. Dass es jetzt das erste Mal hier ist, macht es nur umso schöner.

Das Konzert ist im Juni. Da hoffen die Fans auf Sonne und warme Temperaturen. Ist das auch für Sie wichtig?

Stefanie Kloß Es wäre natürlich schön, wenn das Wetter mitspielt. Aber wir haben auch schon schöne Konzerte gespielt, wenn es geregnet hat. Dann kommt eben das Gemeinschaftsgefühl zum Tragen.

Freuen Sie sich auf die anstehende Sommertour, bei der Mönchengladbach schon die zweite Station nach Potsdam sein wird?

Kloß Von uns aus könnte es morgen schon losgehen. Es ist ja jetzt schon ein paar Wochen her, dass wir auf der Bühne standen, jetzt können wir es kaum noch erwarten, dass es bald wieder losgeht. Wir haben auf der Bühne Spaß und wollen die Leute mit dem Spaß auch anstecken.

Das gelingt Ihnen offenbar recht gut. Gerade erst haben sie den Musikpreis Echo für den besten Live-Auftritt des Jahres bekommen. Kam das überraschend?

Thomas Stolle Absolut, das haben wir nicht erwartet, obwohl wir ihn ja bereits zum zweiten Mal bekommen haben. Wir freuen uns riesig. Sind Ihnen solche Ehrungen eigentlich wichtig?

Kloß Es ist ein Fanpreis. Deswegen ist das natürlich schön. Trotzdem glaube ich nicht, dass wir viel besser sind als andere wie Peter Fox, die Söhne Mannheims oder Jan Delay. Auch wir verspielen uns oder vergessen unseren Text. Auf der Bühne stehen wir, weil wir unsere Musik spielen wollen. Preise sind nicht der Grund dafür. Durch den Echo sind wir jetzt nicht motivierter als vorher.

Ist die erneute Auszeichnung Ihrer Ansicht nach zumindest ein Indiz dafür, dass Sie sich im deutschsprachigen Musikgeschäft etabliert haben?

Kloß Schon. Alle unsere Alben bekamen bis jetzt Preise. Wir waren immer dabei. Das ist schön.

Sie haben inzwischen ein großes Reservoir an Songs, aus denen Sie auswählen können. Wissen Sie schon, was das Publikum in Mönchengladbach erwartet?

Johannes Stolle Der Fokus liegt auf unserem aktuellen Album. Aber natürlich werden wir auch andere Stücke spielen. Es wird wie immer bei uns einen bunten Mix unserer Songs geben.

Die Stimmung in der Band scheint fast immer sehr gut zu sein. Wie ist das nach so einer langen Zeit des Aufeinanderhockens denn überhaupt noch möglich?

Nowak Wir verstehen uns wirklich immer noch sehr gut. Wir sind jetzt seit zwölf Jahren zusammen und haben in dieser Zeit natürlich auch schwierige Phasen gemeinsam durchlebt. Das schweißt einfach zusammen.

Die Band hieß anfangs JAST, wie kamen Sie dann auf Silbermond?

Kloß Das ist gar nicht so spektakulär. Anfangs haben wir auf Englisch gesungen. Allerdings merkten wir, dass wir mit unserem Schulenglisch an qualitative Grenzen stoßen. Andreas kam dann mit dem ersten deutschen Text ­ also sollte auch ein deutscher Name her. Wir haben Vorschläge gesammelt. Von Thomas kam Silbermond. Das war der erste bei dem nicht alle auf Anhieb gesagt haben, dass der doof ist. Wir haben dann ein paar Nächte drüber geschlafen und uns entschieden.

Sie haben in einem Interview einmal gesagt, dass manche der Werte, an die sie glauben, durchaus als konservativ bezeichnet werden können. Welche denn?

Thomas Stolle Wenn man beispielsweise "Irgendwas bleibt” nimmt: Da geht es darum, etwas zu haben, dass sich nicht verändert. Das ist eine ganz leichte Form von konservativ. Wir sind jetzt aber nicht gerade die letzten Spießer.

Quelle: RP
 
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