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Mönchengladbach
Die Ministerin freut sich über die niedrige Kaiserschnitt-Rate im Eli

Mönchengladbach. Auf diese Besucherin hat sich das städtische Elisabeth-Krankenhauses besonders gefreut: Eingeladen vom ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Städtischen Kliniken, Bernd Meisterling-Riecks (Grüne), kam Barbara Steffens, Gesundheitsministerin des Landes NRW (ebenfalls Grüne), nach Rheydt. Gleich eine ganze Delegation aus Geschäftsführung, Aufsichts- und Betriebsrat, sowie die beiden Chefärzten Dr. Thomas Jaeger und Prof. Dr. Wolfgang Kölfen nahmen die Ministerin in Empfang. Von Sebastian Eußem

Zunächst wurde bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen die Städtischen Kliniken durch Geschäftsführer Horst Imdahl vorgestellt, ehe Barbara Steffens mit den Mönchengladbachern über politische Aspekte diskutierte. Ein Gesprächsthema war die zukünftige Generalisten-Ausbildung, die die Bundesregierung in Berlin plant. In der geplanten Ausbildung sollen die drei Ausbildungen Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege miteinander verschmolzen werden. "Besonders im Fall der Kinderkrankenpflege sind die Auszubildenden nach der Ausbildungszeit nicht genügend geschult", so die Ministerin.

Sie erkundigte sich zudem nach der Kaiserschnitt-Rate im Eli. In vielen landesweiten Krankenhäuern liegt diese bei rund 40 Prozent. Erfreut nahm sie zur Kenntnis, dass in Mönchengladbach nur 25 Prozent der Babys mit Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Dies wusste Prof. Dr. Wolfgang Kölfen, Chefarzt der Kinderklinik, Steffens zu berichten. Dann präsentierten die Fachärzte dem prominenten Gast die Räumlichkeiten in der Geriatrie und der Kinderklinik. Gerne zeigt man diese Stationen vor, sind sie doch seit rund zehn Jahren gemeinsam mit der Frauenklinik als Perinatalzentrum Level 1 qualifiziert. Und so machte sich die Grünen-Politikerin ein Bild von den Gegebenheiten auf den verschiedenen Stationen. Sie stattete bei der Sprechtherapie, der Krankengymnastik oder der Neugeborenen-Station Patienten Besuche ab, nahm auch die Zimmer in Anschein.

Ihr Fazit nach dem Rundgang: "Die Klinik ist in vielen Dingen, mit denen wir uns auf Landesebene beschäftigen, gut aufgestellt. Wir entwickeln auf der theoretischen Ebene Konzepte und Rahmenbedingungen, die praktische Umsetzung ist sehr spannend. Das habe ich mir hier heute sehr gerne angeschaut." Dem Elisabeth-Krankenhaus misst sie zudem im Bereich der Geburtshilfe große Bedeutung zu: "Dieses Krankenhaus hat angesichts der hohen Zahl der Geburten für NRW und diese Region einen sehr großen Einzugsbereich." Nach 90 Minuten muss die Ministerin zu ihrem nächsten Termin nach Neuss. Und Geschäftsführer Horst Imdahl stellt nach der Verabschiedung trocken fest: "Gut, dann gehen wir mal wieder arbeiten."

Quelle: RP
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