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Mönchengladbach
Die Plastiktüte gibt's immer seltener kostenlos

Mönchengladbach. Die Plastiktüte soll in Mönchengladbach immer seltener werden. Und die Bereitschaft der Händler, daran mitzuwirken, ist offengar groß. "Die meisten Händler in Mönchengladbach haben sich der freiwilligen Selbstverpflichtung angeschlossen", sagt Jan Kaiser, Regionalreferent des Handelsverbandes HDE. Die freiwillige Vereinbarung, die der HDE mit dem Bundesumweltministerium geschlossen hat, sieht vor, dass bereits in Kürze rund 60 Prozent der Tüten bezahlt werden müssen. Innerhalb von zwei Jahren sollen rund 80 Prozent der im Handel ausgegebenen Tüten kostenpflichtig sein. Das Kalkül: Kunden verzichten auf die Plastiktüte, und das entlastet die Umwelt.

Einige ziehen bereits mit, darunter auch größere Ketten wie Saturn, Media Markt, dm und die Mayersche Buchhandlung. Plastiktüten kosten in der Mayerschen seit dem 1. April 20 Cent. Das Ziel sei es, den Plastiktütenverbrauch um 80 Prozent zu reduzieren. "Eine Plastiktüte wird meist nur einmal für im Schnitt 30 Minuten eingesetzt. Es kann aber bis zu 400 Jahre dauern, bis sie vollständig zersetzt ist", teilt das Unternehmen mit. Alle Plastiktüten werden nach und nach auf ein recyceltes PET-Material umgestellt. Zudem wird ein Tauschbeutel angeboten, der für zwei Euro verkauft wird und umgetauscht werden kann, wenn er kaputt ist.

Die Politiker Martin Heinen (CDU) und Gerd Brenner (Grüne) wollen weitere Händler, insbesondere aber auch Marktbeschicker für das Thema sensibilisieren. Einen ersten Stammtisch dazu hat es im März gegeben, im Mai ist es zweites Treffen geplant. "Man merkt, dass man überall offene Türen einrennt", sagt Heinen. Vor allem bei Mode und im Lebensmittel-Verkauf werden aber noch viele Tüten eingesetzt. "Wo Tüten notwendig sind, wollen wir dazu kommen, dass Alternativen angeboten werden", sagt Heinen.

(angr)
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