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Serie Was Macht Eigentlich?
Die weite Welt und das Leben in Gladbach

Die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln erleben, als Lehrer, als Kommunalpolitiker, in der Familie, von den Bergen aus und vom Wasser, im Karneval oder auch mit Spaß und Ideen am Herd: Das hat Udo Pohlen immer gemocht. Er ist viele Jahre im Urlaub mit seiner Frau Barbara und später auch den Kindern auf die Gipfel der Dolomiten geklettert. Er hat die Lizenz für Sportboote auf dem Rhein ebenso wie für die Hochseeschifffahrt. Er ist als "Steuermann auf großer Fahrt" auf gecharterten Schiffen, auch mit "Lehrer-Crews", bis in die Karibik gekommen, hat die weite Welt per Flugzeug bereist. "Nur in Neuseeland waren wir leider nicht", sagt der 73-Jährige.

Mit Nordic Walking hält er sich fit, hofft derzeit, nach längerem Krankenhaus-Aufenthalt bald wieder auf seine und seiner Frau Lieblingsstrecke rund um den Venekotensee bei Elmpt zu kommen. Und er freut sich schon auf die nächste Karnevalssession. Seit vielen Jahren ist in seiner "dritten Heimat" (nach Eicken und Hermges leben die Pohlens seit 37 Jahren in Holt) die KG "Immer Lustig" die Gesellschaft geworden, in der er sich stark engagiert. Nicht als Büttenredner, sondern als ebenso ideenreicher wie praktisch veranlagter Bühnenbildner und Wagenbauer.

Bis 2014 war Udo Pohlen Leiter des Bühnenbaus. Das ist in Holt traditionell keine kleine Aufgabe. ",Immer Lustig' ist ein sehr gut funktionierender Verein. Wir haben bei unseren Veranstaltungen die meisten Zuschauer im Karneval am Niederrhein, an die 10.000 in der Session", sagt er. Begonnen hat er seine "närrische Laufbahn" schon als Lehrer im Kunstunterricht mit Wagen für die Züge in Holt und am Veilchendienstag. Und die sind keine reinen "Prunkwagen", sondern mit einem Motto, das möglichst lokale Themen aufgreift oder Bezug zum Sessionsmotto der Stadt hat. So haben die Holter zu Beispiel mal den "grünen Bogen" als Werbelogo der Stadt auf die Schippe genommen. In diesem Jahr weckte die "Straßenbahnlinie 7 auf der Aachener Straße" nostalgische Erinnerungen. "Bei der Mottosuche bin ich weiter dabei", verspricht Pohlen.

Im Mittelpunkt steht bei den beiden Pohlens aber die Familie. Da sind die Großeltern der drei Mädchen (vier, acht und zehn Jahre) mindestens zweimal die Woche gefragt. "Wir genießen diese Zeit, haben im Garten ein Kinderparadies gebaut." Langeweile gibt es keine.

(oes)
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