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Serie Mäuse, Moos & Mehr (1)
Die Zukunft des Bankings hat begonnen

Serie Mäuse, Moos & Mehr (1): Die Zukunft des Bankings hat begonnen
Das Online-Portal der Stadtsparkasse bietet Nutzern einen schnellen Überblick über die Angebote. Auch auf die Apps wird verwiesen. FOTO: maxk
Mönchengladbach. In einer Serie erklären wir Schülern Wirtschaftsthemen. Zum Auftakt geht es um neue Formen der Geld-Überweisung. Von Maximilian Krone

Es ist sperrig, schwer und voller Münzgeld - das Portemonnaie. Während sich viele Deutsche nicht vorstellen können, auf Bargeld zu verzichten, setzt sich besonders bei der jungen Generation immer mehr kontaktloses Bezahlen durch. Fast jeder hat inzwischen ein Smartphone in der Tasche, das bei weitem nicht nur zum Telefonieren und Im-Internet-Surfen benutzt wird.

Auf diese Entwicklung hat auch die Sparkasse Mönchengladbach reagiert und im vergangenen Jahr mehrere neue Formen der Bezahlung eingeführt - online versteht sich. Besonders junge Leute würden das neue Angebot nutzen, sagt Manfred Hübner, Leiter der Abteilung Electronic Banking. "Die allgemeine App gibt es ja schon länger, Features wie die Fotoüberweisung, Klicksparen oder Kwitt sind dagegen noch recht junge Angebote."

Besonders Kwitt, eine neue Form der Überweisung per SMS, macht deutlich, wie der Geldverkehr der Zukunft aussehen könnte. "Das System ist simpel. Sagen wir, jemand lädt zu einer Party ein und jeder soll einen Beitrag von zehn Euro leisten. Dann sendet der Gastgeber ganz einfach eine Zahlungsaufforderung an seine Gäste, die bestätigen, und das Geld landet auf seinem Konto", sagt Hübner. Und das ganz ohne lästige Eingabe von Nummern, Verwendungszwecken oder Ähnlichem. Für Beträge bis 30 Euro werde lediglich die Handynummer und ein Nutzerkonto benötigt. Nicht angemeldete Personen bekommen einen Bestätigungs-Link gesendet. In eine ähnliche Richtung geht auch das Prinzip der Fotoüberweisung. Für Nutzer des Online-Bankings bedeuten Rechnungen per Post meist einen großen Aufwand, der zudem noch fehleranfällig ist. "Der Clou an der Fotoüberweisung ist, dass Sie die Rechnung abfotografieren und die App nach einer kurzen Zeit alle Daten überträgt und eine Online-Überweisung fertig macht", erklärt Hübner.

Auch das klassische Sparschwein gehört im digitalen Zeitalter offenbar zu einer aussterbenden Art. Klicksparen lautet das Stichwort, mit denen Kunden nun per Smartphone ihre Sparziele definieren können. "Nehmen wir an, Sie sparen auf ein neues Fahrrad. Mit einem Klick kann man dann - regelmäßig oder unregelmäßig - einen Betrag von seinem Girokonto aufs Sparbuch packen", sagt Hübner. Auch dort fällt das Ausfüllen von Formularen weg. Wer gern den Überblick über sein monatliches Budget behalten will, kann das Angebot ebenso nutzen und sich anzeigen lassen, welcher Betrag, für welchen Zweck ausgegeben wurde. In Skandinavien gehören solche Bezahlmodelle längst zum Alltag der Menschen. Mit Bargeld zahlen dort meist nur noch die Touristen. In Deutschland ist man davon noch weit entfernt. Eine große Sorge der Kunden sei die Sicherheit solcher Systeme. "Es gibt sehr hohe Auflagen, die erfüllt werden müssen, bevor wir ein solches System anbieten. Daher können wir eine sehr hohe Sicherheit gewährleisten", sagt der Abteilungsleiter. Zu größeren Schadensfällen sei es bei der Sparkasse bislang nicht gekommen. Mehr als 50 Prozent der Kunden nutzen bereits Online-Banking, rund 20.000 haben laut Sparkasse die App runtergeladen - Tendenz steigend.

Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. "Bereits jetzt bieten viele Einzelhändler das kontaktlose Bezahlen an. Im Moment braucht man dazu meistens noch seine EC-Karte. In Zukunft wird auch das mit dem Smartphone möglich sein. Die Einkäufe werden dann bezahlt, indem man kurz sein Gerät an die Kasse hält", sagt er. Entsprechende Apps gibt es bereits. Die Sparkasse arbeitet an ähnlichen Angeboten.

Quelle: RP
 
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