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Mönchengladbach
Diese Fassaden sind jetzt ausgezeichnet

Mönchengladbach: Diese Fassaden sind jetzt ausgezeichnet
Die glücklichen Sieger des Fassadenwettbewerbs bei der Preisübergabe. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Beim Wettbewerb der Maler- und Lackiererinnung wurden Häuser mit und ohne Stuck, Wohnsiedlungen und Sanierungen prämiert. Von Christian Lingen

Politiker und Stadtentwickler sprechen in ihren Ausführungen gerne einmal vom Stadtbild. Doch was ist das eigentlich? Es sind vor allem Fassaden. Sie sind es, die einem als erste ins Auge fallen, wenn man durch eine Stadt geht. "Schöne Fassaden bringen Farbe in unser Leben. Sie tragen außerdem zur Sauberkeit bei. Wo ein Haus schön gestaltet ist, möchte man keine Schmuddelecken entstehen lassen", sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Die Gewinner-Fassade in der Kategorie Wohnhäuser mit Stuck (Hohenzollernstraße 58). FOTO: Kreishandwerkerschaft

Den Gedanken von der Fassade als Visitenkarte eines Hauses greift seit vielen Jahren die Maler- und Lackiererinnung auf und veranstaltet seit 1999 alle fünf Jahre einen Fassadenwettbewerb. Nun stehen die Sieger der vergangenen Auflage fest.

"Der Wettbewerb begann schon im vergangenen Jahr", sagt Obermeister Jochen Maaßen. Bis Dezember konnten Hausbesitzer ein Foto ihrer Fassade einreichen. Im März tagte die Jury, bewertete die Fotos und schaute sich die Objekte vor Ort an. 68 Fassaden nahmen am Wettbewerb in den Kategorien mit Stuck, ohne Stuck, Wohnsiedlung und energetische Sanierung teil.

Die Gewinner-Fassade in der Kategorie Wohnhäuser ohne Stuck (Stähn 3). FOTO: Kreishandwerkerschaft

Der Jury fiel dabei unter anderem auf, dass sich der Großteil der Teilnehmer in der Kategorie mit Stuck in der Gladbacher Innenstadt im Bereich zwischen Zentralbibliothek und Landgericht befindet. Diese Häuser zeugen davon, wie Gladbach früher einmal ausgesehen hat. Das schönste Haus mit Stuckverzierungen an der Fassade steht nach Auffassung der Jury an der Hohenzollernstraße 58. Das Haus steht unter Denkmalschutz und beheimatet eine Anwaltskanzlei. Die Fassade ist in Cremefarbe gehalten und der Stuck setzt sich bräunlich ab. Die beiden zweiten Plätze teilen sich die Häuser am Adenauerplatz 7 und an der Barbarossastraße 22.

In der Kategorie ohne Stuck führte der Weg der Jury quer durch die gesamte Stadt. Das beste Haus fand man schließlich in Giesenkirchen unter der Adresse Stähn 3. Es ist in weiß gehalten, hat unter dem Dach eine Metallleiste und die Ecke vor dem Eingangsbereich setzt sich grau ab. Die Plätze zwei und drei gingen an die Objekte Konrad-Zuse-Ring 5-7 und Regentenstraße 19a. Sie wirken zwar optisch moderner, versprühen jedoch auch eine gewisse Kühle.

Die Gewinner-Fassade in der Kategorie Wohnsiedlungen (An der Holter Heide 40/42). FOTO: Kreishandwerkerschaft

Das Haus am Konrad-Zuse-Ring gewann dafür den Sonderpreis im Bereich der energetischen Sanierung. Die dritte Kategorie bildeten die Wohnsiedlungen. Auch hier fuhr die Jury einmal quer durch die Stadt und wurde schließlich An der Holter Heide 40/42 fündig. Die in Gelb und Weiß gehaltene Fassade setzte sich gegen die Objekte Eickener Straße 477-479 (Platz zwei) und Compesmühlenweg 2 (Platz drei) durch.

Natürlich gab es für die schönsten Fassaden auch etwas zu gewinnen. Die Stadtsparkasse stellte 6000 Euro für die drei Besten in den ersten beiden Kategorien zur Verfügung, die NEW 1500 Euro für die Kategorie energetische Sanierung. Die Wohnsiedlungen bekamen keine Geldpreise, aber Urkunden für den Besitzer. Alle drei platzierten Häuser gehören nämlich der Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft GWSG.

Quelle: RP
 
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