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Serie Denkanstoss
Dieses Mal ist er ein Dankanstoß

Serie Denkanstoss: Dieses Mal ist er ein Dankanstoß
Dirk Heinemann bekam jetzt den Rheinlandtaler. Er gründete 2006 einen Bauverein und rettete so mit Mitstreitern die Citykirche vor dem Verfall. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Pfarrer Albert Damblon dankt Menschen, die ehrenamtlich Bemerkenswertes für die Gemeinschaft tun. Von Albert Damblon

Am Dienstag wurde in der Citykirche der Rheinlandtaler verliehen. Die RP berichtete darüber. Der Rheinlandtaler ist eine Auszeichnung für Menschen, die besonders die Natur oder die Kultur in unserer Heimat gepflegt haben. Inzwischen können auch Personen mit ihm bedacht werden, die sich um internationale Kontakte im Rheinland bemühen. Engagement und Einsatz werden wahrgenommen und vom Landschaftsverband ausgezeichnet.

Viele Möglichkeiten gibt es, um auf besondere Leistungen hinzuweisen. Die Bundesrepublik verleiht ihr Bundesverdienstkreuz, die Stadt hat ihren Ehrenring und ihre Ehrennadel. Die Bruderschaften, deren wichtigste Jahreszeit jetzt wieder beginnt, verleihen an ihren Kirmesfesten Orden und Ehrenzeichen. Manche Vereine vergeben Urkunden oder Plaketten. Kritische Mitmenschen schütteln den Kopf und haben Bedenken, warum es solche Auszeichnungen geben muss. Staatsoberhäupter schmücken sich mit Orden, die sie sich ohne besondere Verdienste gegenseitig umhängen. Die Brust eines Generals mit breiter Ordensspange eignet sich gut für eine Karikatur von Nik Ebert. Ich bin unsicher. Grundsätzlich brauchen wir keine Orden und Ehrenzeichen. Derjenige, der zuverlässig arbeitet und dafür angemessen entlohnt wird, hat nicht zusätzlich einen Orden verdient. Sein Gehalt könnte ihm reichen. Ehrenamtliche Arbeit dagegen kennt keinen Lohnstreifen. Deshalb findet sie oft keine Beachtung. Dennoch ist es wichtig, in der Öffentlichkeit ehrenamtliche Arbeit wahr zu nehmen, wert zu schätzen und anzuerkennen.

Allzu oft wird das Dankeschön vergessen. Anstandslos werden Eifer und Aufwand eines Menschen angenommen. Selbstverständlich versieht er seine Pflicht, die er freiwillig und ohne Bezahlung übernommen hat. In den meisten Fällen würde ein herzliches Dankeschön als Anerkennung ausreichen. Ab und zu ist aber auch ein Blumenstrauß, eine Ehrennadel oder ein Rheinlandtaler angebracht.

DR. ALBERT DAMBLON, SEELSORGER VON ST. BENEDIKT

Quelle: RP
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