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Mönchengladbach
Drehtür-Projekt schafft Raum für Herzensthemen

Mönchengladbach. Über den Tellerrand schauen, sich selber ein Thema erarbeiten, das begeistert und nicht nur den vorgegebenen Unterrichtsstoff pauken: Das ist Ziel des Projekts Drehtür des Gymnasiums Odenkirchen. Hier können Schüler und Schülerinnen der 8. und 9. Stufe an Projekten arbeiten - während des Unterrichts. Anna Marie Montana und Andreas Schmitz begleiten als Lehrer das Projekt. "Es läuft schon im achten Jahr. Neben der Förderung der Schüler ist der Aspekt, dass Schüler Schülern helfen, sehr wichtig", betont Schmitz. Von Eva Baches

Julian Maßner ist leidenschaftlicher Motorsport-Fan und hat einen Fahrsimulator konzipiert und zusammen mit seinem Vater gebaut. Er besteht aus einem Holzkonstrukt, in der Mitte ist ein bequemer Sessel, rechts und links sind Boxen. Das Herzstück ist ein Monitor, auf dem man virtuell seine Fahrkünste testen kann. Denn es geht Julian nicht um ein Computerspiel, es soll ein echter Simulator sein. "Ich möchte zeigen, dass es beim Fahren neben vielen anderen Faktoren auf die richtige Technik ankommt und wie die physikalischen Zusammenhänge sind", erklärt der Schüler.

Kevin Hebecker aus der 9c hat es die Geschichte angetan. Quer durch die Epochen informiert er seine Zuschauer über die Diktatoren, die die Geschichte ihrer Länder und der Welt entscheidend geprägt haben: "Bei den Römern zum Beispiel war die Funktion des Diktators nicht negativ besetzt. Seine Amtszeit war auf sechs Monate begrenzt, und er war unter anderem für die Abhaltung von Spielen, Besänftigung inneren Aufruhrs und für Wahlen zuständig", fügt er hinzu.

Amelie Klauth aus der 8c ist zum ersten Mal dabei und hat sich eingehend mit dem Holocaust in Mönchengladbach beschäftigt. "Wir hatten ein Projekt, das sich mit den Juden in Odenkirchen befasst hat. Außerdem gehen wir regelmäßig ins Altersheim und lesen dort vor. Ich wollte verstehen, wovon sie mir erzählen", sagt die Schülerin. An einer Karte kann man nachvollziehen, wo es goldene Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer gibt. Eine Grafik zeigt, in welche Konzentrationslager die Juden aus Mönchengladbach deportiert wurden.

Quelle: RP
 
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